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Benrath
Pflanzaktion im Elisabethgarten

Benrath: Pflanzaktion im Elisabethgarten
Victoria Oberkoch von der Schlossverwaltung (l.) und Besucherin Heidi Schwarz setzen die ersten Pflanzen in Töpfe. FOTO: Günter von Ameln (vam)
Benrath. Wer Spaß am Gärtnern hat, konnte unter Anleitung Gemüse in die Hochbeete pflanzen. Von Beate Gostincar-Walther

Einen Tag vor dem kalendarischen Beginn versteckt sich der Frühling gut: hinter grauem Himmel und kühlem Wind. Trotzdem startet im Elisabethgarten des Naturkundemuseums von Schloss Benrath am Samstag die Pflanzaktion. Victoria Oberkoch, Kulturwissenschaftlerin und Projektleiterin des Gemüseparadieses steht im geschützten Innenhof vor einem Hochbeet und zieht mit einem langen Stab Linien in die dunkle Erde. "Drei Reihen Rettich, dann zwei Reihen Spinat, den setzen Sie am besten einzeln mit etwa acht Zentimeter Abstand", erklärt sie ihrer Mitstreiterin Heidi Schwarz.

Rund sechzig Hochbeete mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem und eine Anzuchtstation mit Wärmelampe warten im Innenhof auf Gemüsesaat. Darunter sind Exoten. Nicht etwa aus Übersee, sondern solche Gemüsesorten, die als historisch gelten und mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Zum Beispiel der robuste Mangold oder die aromatische Pimpinelle, ein "Muss" für die berühmte Frankfurter Grüne Soße. "Möhren, Radieschen und Zwiebeln kommen direkt in die Beete. Kräuter und Tomaten sind wärmeliebende Sorten, die haben wir in der Anzuchtstation", erklärt Victoria Oberkoch.

"Der Elisabethgarten passt gut zum Naturkundemuseum, weil es hier auch um Einheimisches geht", meint sie weiter. Neben der Einladung zur Pflanzaktion gebe es Workshops rund um den Nutzgarten, außerdem kämen Kindergarten- und Schulkinder zum Unterricht. Der biete vom praktischen Gärtnern bis hin zur Pflanzenkunde, zur Ernte und Verarbeitung eine reiche Themenpalette.

Heidi Schwarz präsentiert ihre erdverschmierten Hände und sagt verschmitzt: "Ich freue mich immer, wenn ich richtig in der Erde wühlen kann". Auf ihrem schmalen, langen Balkon in Benrath baue sie Tomaten, Zucchini, Erdbeeren und Himbeeren an. Doch richtig austoben, könne sie sich hier im Elisabethgarten. Hier sei sie so richtig in der Natur, könne sich austauschen und etwas lernen.

Victoria Oberkoch harkt die Erde locker und erklärt auf Nachfrage heimische Radieschensorten: "Wir haben rot-weiße, dann die weißen - sie heißen Eiszapfen - und gelbe, die sind am schärfsten." Die gelben könnten faustgroß werden, doch dann sei der Geschmack dahin. Sie selbst baue gerne Salat an. "Weil es den das ganze Jahr über gibt, da vorne stehen noch Reste vom Feldsalat", sagt sie und weist mit der Hand auf einzelne grüne Büschel. Im Elisabethgarten wird nicht nur gepflanzt, sondern auch geerntet und verarbeitet. Zu den Abnehmern gehören die freiwilligen Helfer, Mitarbeiter der Stiftung und Kinder, die zum pädagogischen Programm kommen. Freiwillige Helfer mit Liebe zur Gartenarbeit sind willkommen (info@elisabethgarten.de).

Quelle: RP
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