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Benrath
Radfahren zu bestimmten Zeiten erlaubt

Benrath. Weit über ein Jahr hat es gedauert, dass die Stadtverwaltung einem Beschluss der Bezirksvertretung 9 nachgekommen ist. Auf Antrag von Schwarz-Grün hatte das Gremium in der Sitzung Anfang September 2014 beschlossen, dass das Radfahren in der Benrather Fußgängerzone wochentags außerhalb den Geschäftszeiten sowie sonn- und feiertags rund um die Uhr erlaubt sein soll. Dieses, so heißt es in dem Antrag, stelle eine sinnvolle und kostengünstige Maßnahme zur Förderung der Nahmobilität dar. Vor wenigen Tagen hat die Stadt an den meisten Einfahrtswegen nun die Schilder angebracht. Zugleich wurden mehrere Einbahnstraßenschilder für den motorisierten Lieferverkehr angebracht. Die Umsetzung hat auch deshalb so lange gedauert, weil es im Vorfeld Ortstermine mit Verwaltung, Politik und Polizei gegeben hat.

Was allerdings auffällig ist, dass nicht an allen Einfahrtschneisen der Fußgängerzone genau steht, was erlaubt ist. Wer von der Görresstraße (deren Benutzung ist Radfahrern übrigens auch während der Geschäftszeiten erlaubt) in Richtung Fußgängerzone unterwegs ist, weiß hinter dem Zebrastreifen nicht, dass es Zeiten gibt, an denen er weiter radeln darf. Trifft er von dort aus auf die Hauptstraße, sieht er nur ein Verkehrsschild mit dem Hinweis "Radfahrer frei" - ohne das geltende Zeitlimit. Ferner fehlt ein Hinweis auf eine Regelung zum Radfahren am Eingang zur Fußgängerzone vom Parkhaus Cäcilienstraße (am Eiscafé) völlig.

Übrigens dürfen Radfahrer, wenn sie in einer Fußgängerzone unterwegs sind, nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren. Ansonsten kann ein Bußgeld (15 Euro) verhängt werden. So viel kostet es auch, wenn der Radler eine nicht freigegebene Fußgängerzone befährt. Von uneinsichtigen Radlern gibt es nicht eben wenige in Benrath - Verkehrsschilder richtig lesen kann oder will wohl nicht jeder.

(rö)
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