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Benrath
Rentnerin verklagt Schloss-Stiftung

Benrath. Nach einem bösen Sturz bei einer Abendveranstaltung auf Schloss Benrath klagt eine 74-Jährige beim Amtsgericht jetzt auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Ob die Rentnerin damit durchkommt, ließ die Richterin offen. 3000 Euro verlangt die Klägerin von Stiftung und Schloss Benrath, weil sie bei einem Fall Blutergüsse an den Knien erlitt, sich einen Finger auskugelte und einen Mittelhandknochen brach. Von Wulf Kannegiesser

Vor einem Jahr wollte sie eine Lesung von Kurt Biedenkopf besuchen, sei am Hauptportal des Schlosses aber abgewiesen worden, weil der Eingang "nur für Prominente" reserviert sei. Der Weisung, einen anderen Eingang zu nutzen, sei sie gefolgt. "Aber es waren keine Schilder oder Pfeile dort", bemängelt sie nun, auch sei der Weg "ganz schlecht beleuchtet" gewesen. Nur deshalb habe sie bei einer Treppe die letzte Stufe übersehen, sei gestürzt, habe sich die Verletzungen zugezogen, an deren Folgen sie bis heute leide. Die Stiftung bestreitet aber jede Verletzung ihrer Verkehrssicherungspflicht, der Weg sei beleuchtet, der Sturz der Besucherin ihre Schuld gewesen. Und das Hauptportal sei nicht für Promis reserviert gewesen. Vorläufig einigten sich beide Seiten, dass die Rentnerin 500 Euro bekommen könnte. Dabei machte der Anwalt der Stiftung klar, dass seine Mandanten wohl nicht bereit sind, überhaupt etwas zu zahlen. Zumal die Richterin deutlich machte, dass die Klägerin ihre Vorwürfe beweisen müsse. Beide Parteien haben drei Wochen Zeit, um den Vergleich zu prüfen.

Quelle: RP
 
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