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Benrath
Kritik, dass U74 in Holthausen endet

Rheinbahn: Kritik, dass U74 in Holthausen endet
Walter Ploog hat kein Verständnis für die geänderte Linienführungen. FOTO: Günter von Ameln (vam)
Benrath. Innerhalb kürzester Zeit waren die Mitarbeiter der Rheinbahn von Menschen umzingelt. Von 14 bis 18 Uhr hatte der Info-Bus in der Benrather Fußgängerzone Station gemacht, um über die mit der Eröffnung der Wehrhahn-Linie einhergehenden Änderungen im Liniennetz zu informieren. Von Andrea Röhrig

Ein immer wieder zur Sprache gekommener Kritikpunkt konnte vor Ort ausgeräumt werden. Künftig werden in Benrath nur noch Niedrigflurbahnen (wie die der heutigen 701) halten. Zum Fahrplanwechsel am 21. Februar 2016 wird Benrath mit den U-Bahnlinien U 71 (Heinrichstraße) und U 83 (Krankenhaus Gerresheim) mit der Innenstadt im Zehn-Minuten-Takt verbunden. "U" für Untergrundbahn heißen sie deswegen, weil beide künftig bis zum Bilker S-Bahnhof oberirdisch fahren und von dort an unterirdisch den Wehrhahn-Tunnel nutzen. Diesen können anders als im heutigen U-Bahn-System - auch die silberfarbenen Niederflurbahnen nutzen. Bislang fahren als U-Bahn nur die Wagen mit hohem Einstieg - wie die U 74.

Doch bei einem anderen häufig geäußerten Kritikpunkt ist für die Benrather erst einmal keine Besserung in Sicht. Die U74 endet künftig in Holthausen. Damit müssen Bahnfahrer künftig, wenn sie in Richtung Hauptbahnhof, Oberbilk, Tonhalle oder Oberkassel wollen, in Holthausen umsteigen. "Eine Sauerei" oder "Wir im Düsseldorfer Süden werden abgekoppelt" hieß es gestern immer wieder. Auch Walter Ploog hat kein Verständnis für die geänderte Linienführungen. Und immer wieder war zu hören, dass man eine Unterschriftenaktion starten wolle.

Doch auch wenn dabei viele hundert zusammenkommen sollten: Das neue "Netz met Häzz", (so heißt es), geht erstmal so wie geplant im Februar - nach Karneval - an den Start. Alles ist darauf abgestimmt, und auch die Fahrpläne schon gedruckt.

Gut frequentiert war der Info-Bus der Rheinbahn, der gestern in der Fußgängerzone stand. FOTO: Günter von Ameln

Manch einer wunderte sich gestern über die teils heftigen Reaktionen von Rheinbahn-Kunden, weil 2009, als die Linie U74 erstmals bis zum Benrather Betriebshof geführt wurde, der Protest groß war. Denn auf der Strecke zwischen Holthausen und Betriebshof gibt es keinen einzigen Hochbahnsteig. Immerhin testweise für ein Jahr wird es ab dem Fahrplanwechsel zwei morgendliche Fahrten der U74 nach und von Benrath geben. Um 7.29 Uhr startet sie auf ihre Rückfahrt am Benrather Betriebshof Richtung Innenstadt. Um 7.53 Uhr hält sie am Schulzentrum Kaiserslauterner Straße. Dort gehen viele Schüler aus dem Süden in die Joseph-Beuys-Gesamtschule, die Benzenberg-Realschule sowie das Elly-Heuss-Knapp-Berufskolleg. Diese Bahn fährt wie gewohnt durch bis Lörick. Eine Verbesserung für die Benrather gibt es mit der Umsetzung der Wehrhahnlinie auf jeden Fall: Montag bis Freitag bis 22 Uhr - heute nur bis 20 Uhr - wird der Zehn-Minuten-Takt aufrecht erhalten. Ab 19 Uhr endet die U74 derzeit in Holthausen. Wer also weiter nach Benrath will, muss am Kamper Acker jetzt schon auf die 701 warten.

Nach Angaben von Helmuth Höhn, Leiter der Abteilung Verkehrswirtschaft bei der Rheinbahn, soll es im Januar eine weitere Informationsrunde durch die Stadtteile mit dem Info-Bus geben. Er rät jedem ÖPNV-Nutzer, sich vor der Umstellung auf den neuen Fahrplan die Abfahrtzeiten seiner Linie, sowohl Busse als auch Bahnen, anzuschauen: "Es gibt überall Änderungen." Die sorgten aber auch dafür, dass es bessere Übergänge zwischen den einzelnen Linien gebe, erläuterte Höhn.

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Quelle: RP
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