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Benrath
Rookies stehen im Halbfinale

Benrath. Der American-Football-Nachwuchs der Panthers muss zum Deutschen Meister. Von Helmut Senf

Im Play-off-Halbfinale um den Junior-Bowl treten die Rookies der Düsseldorf Panther am Sonntag beim amtierenden Deutschen Meister Schwäbisch Hall Unicorns an. Für Team-Captain Marius Kensy und seine Mit-Footballer ergibt sich dabei die Gelegenheit zur Revanche. Im Vorjahr scheiterten die Düsseldorfer - ebenfalls im Halbfinale im Ko-System - an selber Stelle 13:21. "Wir haben uns damals zu viele Fehler erlaubt", erinnert sich Kensy. Bis ins vierte Quarter lagen die Panther mit 7:0 vorn. Dann drehten die Unicorns die Partie.

"Das wird uns diesmal nicht passieren", ist sich der 19-Jährige sicher. Seine Begründung klingt plausibel: "Bei uns läuft's einfach..." Dabei verweist der Linebacker auf die überzeugende Defensiv-Bilanz. In der Vorrunde stellte die Panther-U19 in der GFL-Juniors die beste Abwehr der Westgruppe. Und selbst beim Play-off-Viertelfinalsieg jüngst gegen die Hamburg Huskies blieb der unterlegene Gegner ohne jeden Punkt. Per Bus geht es morgen ins Schwabenland. "Wir sind gut vorbereitet", glaubt Kensy nach einer harten Trainingswoche. Übernachten werden die Rookies in einer Jugendherberge, wo man sich per Videoanalyse, einem Abschlusstraining und einem Teamabend auf die Auswärtspartie einstimmen will. Als Lohn für einen Sieg winkt die Endspielteilnahme am 26. August in Paderborn.

Für Kensy, der einst bei den Gelsenkirchener Devils seine Lust auf Football entdeckte und vor knapp drei Jahren ein Panther wurde, käme der Gewinn des Meistertitels am Ende seiner Junioren-Laufbahn gerade recht, um sich für einen Platz im Seniorenkader zu empfehlen. Ganz unbekannt sind ihm die Spieler des Zweitligisten nicht. "Einige von ihnen habe ich bei einem Einsatz in der NRW-Auswahl kennengelernt", erklärt Kensy.

Auch Headcoach Lars Trömel sieht dem Halbfinalspiel optimistisch entgegen. "Eine machbare Aufgabe", behauptet der 41-Jährige, der in seiner aktiven Zeit als Linebacker bei den Braunschweiger Lions agierte. "Unser Team ist in der Lage, auch brenzlige Situationen zu meistern", attestiert er seinen Jungs. Vor allem durch Einzelgespräche versucht Trömel derzeit, eine mentale Stärke zu erzeugen. "Die Aufregung ist spürbar", räumt er ein. "Schließlich geht es um etwas."

Eine Niederlage - und das Verpassen des Finaleinzugs - wäre für Trömel, der als Lehrer die Fächer Sport und Englisch an einer Realschule in Kaarst unterrichtet, schon eine Riesenenttäuschung. "Schließlich haben wir auf dieses große Ziel hingearbeitet." Allerdings, darauf weist er wie selbstverständlich hin, gehören Niederlagen ebenso zum sportlichen Wettbewerb wie Erfolge.

Im Football sieht Trömel die "ultimative Mannschaftssportart". "Alle Körper- und Charaktertypen sind gefragt", betont der Headcoach. In jedem Team würden verschiedene Experten gebraucht. Und Trömel ist sicher: Obwohl sich Football in Deutschland mit Massensportarten wie dem Fußball (noch) nicht messen kann, gehe es mit der Beliebtheit aufwärts. "Football verzeichnet seit 20 Jahren steigende Mitgliederzahlen",

Quelle: RP
 
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