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Benrath
Stolz, ein kleiner Panther zu sein

Benrath: Stolz, ein kleiner Panther zu sein
Die jungen Footballer der U19 beim Aufwärmtraining. Mal trainieren sie in der Esprit-Arena, mal im Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße. FOTO: Anne Orthen
Benrath. Die Jung-Panther stehen im Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft im American Football und erwarten am Sonntag um 15 Uhr in der Esprit-Arena die Hamburg Huskies. Von Helmut Senf

"Panther-Pride" - das ist die oberste Vereinstugend bei den Düsseldorf Panthern und ist das Gefühl, stolz darauf sein, diesem Football-Club angehören zu dürfen. Geteilt wird der Stolz von allen Beteiligten, von Spielern, Trainern, Betreuern und Helfern. "One team, one family" betonen die Panther-Verantwortlichen treffend, und dieser Zusammenhalt aller wird tagtäglich gelebt, ob beim Training, bei den Spielen oder auch im privaten Miteinander.

Besonderen Grund zu Stolz haben gegenwärtig vor allem die Nachwuchs-Footballer der Panther, die "Rookies", sprich: die U19 von Headcoach Lars Trömel. Als Vorrunden-Tabellenerster in der Westgruppe der GFL-J (German Football League Junioren) stehen die Düsseldorfer Jung-Panther im Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft (Junior Bowl) und erwarten am Sonntag um 15 Uhr auf der kleinen Kampfbahn an der Esprit-Arena den Nordgruppen-Besten Hamburg Young Huskies zum Duell. Ihre zweite Heimstätte haben die Panther im Benrather Stadion an der Karl-Hohmann-Straße.

"Die Panther sind für eine erfolgreiche Jugendarbeit bekannt", erklärt Team-Managerin Conny Tenwinkel. Ein Beispiel: Gleich zehn Düsseldorfer U19-Akteure konnten sich für den Kader der Jugend-Nationalmannschaft qualifizieren, die jüngst bei der Europameisterschaft in Paris durch einen Sieg im kleinen Finale gegen Italien die Bronzemedaille errungen hat. Rookie-Teamleader Waheed Bhikh etwa gehörte zum Kreis der Auserwählten. Dem 19-Jährigen kommt als Cornerback die Aufgabe der Pass-Verteidigung zu. Seit 13 Jahren ist er ein Panther und liebt den Nervenkitzel auf dem Spielfeld. In seiner letzten Saison als Rookie will der ehrgeizige Düsseldorfer, der seine Kraft und Schnelligkeit durch intensives Zusatztraining steigert, den Jugendbowl im dritten Anlauf unbedingt gewinnen. "Wir müssen in den Play-offs jeden Gegner ernst nehmen", weiß Bhikh als erfahrener Endrundenteilnehmer. Seine sportliche Zukunft könnte ein Platz im Seniorenteam der Panther sein.

Vielleicht lässt sich aber auch sein großer Wunsch verwirklichen, nämlich der Besuch eines Colleges in den USA, wo Bhikh als Fan von Cornerback Tyrann Mathieu von den Arizona Cardinals die Spiele in der NFL (National Football League) verfolgt.

"Beim Football ist jeder willkommen", sagt Catrin Meiworm, die gemeinsam mit Conny Tenwinkel alle Aufgaben rund ums U19-Team organisiert. "Jeder kann hier seinen Platz finden - ob klein, ob groß, ob dick, ob dünn." Sohn Niklas hat als "Quereinsteiger" erst vor vier Jahren in Langenfeld das Football-Fieber gepackt. Seit zwei Saisons gehört er den Panther-Rookies an. Sein Talent hat ihn schnell in den Nationalkader katapultiert.

Herzstück der Mannschaft ist Headcoach Trömel. "Er findet immer die passende Art, den Spielern gegenüber Kritik zu äußern", merkt Conny Tenwinkel an. "Zugleich gelingt es ihm, die Spieler immer wieder aufzubauen."

Sollte am Sonntag ein Sieg gegen die Huskies gelingen, steht die Halbfinalpartie bei den Gold Eagles in Mainz oder den Unicorns in Schwäbisch-Hall bevor. Dann zieht es den Panther-Tross mit 74 starken Jungs sowie Trainer- und Betreuerteam per Reisebus auf große Fahrt. "Mit Gepäckanhänger", wie Catrin Meiworm ergänzt. Footballer reisen - schon allein aufgrund ihrer umfangreichen Ausrüstung - stets mit schwerer Last.

Quelle: RP
 
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