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Benrath
Straße für den Boxweltmeister in der Paulsmühle

Benrath. Die BV beantragte gestern einstimmig, dass eine Straße nach Max Schmeling benannt wird.

Er war ein weltberühmter Boxer und bewahrte während des Nationalsozialismus Juden und Regime-Gegner vor der Deportation ins Konzentrationslager. Max Schmeling war ein besonderer Bewohner der Paulsmühle und trotzdem kennen nicht mehr viele Düsseldorfer seinen Namen. Das möchte die Bezirksvertretung ändern. Sie beantragte in der gestrigen Sitzung, dass eine Straße oder ein Platz im Paulsmühlenviertel nach dem Boxer benannt wird.

Als Jugendlicher entwickelte Schmeling seine Leidenschaft für den Sport und zog 1921 aus Hamburg in die Benrather Flenderstraße, weil es im Rheinland mehr Angebote für Boxer gab. Im Boxclub Benrath/Urdenbach absolvierte er seine ersten Boxkämpfe und schuf so im Düsseldorfer Süden das Fundament für eine Ausnahme-Karriere: Mit 25 Jahren wurde Schmeling Boxweltmeister und ist damit bis heute der erfolgreichste deutsche Boxer.

Als erfolgreicher deutscher Sportler wurde Max Schmeling von den Nationalsozialisten inszeniert. Er nutzte seine Nähe zum Regime jedoch auch aus, um Unterdrückte und Verfolgte vor dem Regime zu schützen. Während des Novemberprogroms im Jahr 1938 versteckte er beipielsweise zwei Juden in seinem Hotelzimmer.

Der Antrag wurde in der gestrigen Sitzung einstimmig verabschiedet. Nun soll die Verwaltung prüfen, ob eine neue Straße im Paulsmühlenviertel nach Max Schmeling benannt werden kann. Mit der Straßenneubenennung würde ein lange geplantes Vorhaben umgesetzt werden.

(pna)
 
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