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Benrath
VfL Benrath muss Anschluss finden

Benrath. Der Traditionsverein befindet sich im Umbruch. Die Tabellenlage ist miserabel. Von Helmut Senf

Der VfL Benrath und sein Landesligateam befinden sich gegenwärtig in einer speziellen Lage. Während sich der Traditionsverein nach der personellen Veränderung an der Club-Spitze mit großem Engagement für eine erfolgreichere Zukunft rüstet, droht den Kickern des einstigen Amateurmeisters von 1957 in der laufenden Meisterschaftsrunde der Abstieg in die Bezirksliga. Als Tabellenletzter kämpfen die Schlossstädter um den Anschluss an die Konkurrenz. Eine blamable Vorstellung beim 2:7 im Heimspiel gegen Nievenheim lässt Zweifel aufkommen, ob der aktuelle Kader überhaupt ligatauglich ist.

Die miserable Tabellenlage der Ersten Mannschaft passt so gar nicht zur erkennbaren Aufbruchstimmung an der Karl-Hohmann-Straße. Ein neu gewähltes Leitungsteam um den Vorsitzenden Felix Koch und seinen Stellvertreter Sebastian Linden hat jüngst in einem Gespräch mit unserer Redaktion anspruchsvolle Ziele formuliert, zu deren Verwirklichung sich die Verantwortlichen der Fußballabteilung inzwischen auf einer Klausurtagung zusammengeschworen haben. Neben dem Führungs-Duo haben die Abteilungsleiter Frank Stoffels und Manfred Ritzkatis sowie Berater Walter Drewes und Gäste Wege skizziert, um den VfL finanziell auf solidere Beine zu stellen und in der Außenpräsentation zu optimieren. Stoffels betont: "Wir wollen den Verein moderner aufstellen."

Der Klassenerhalt der Ersten gehört zum Konzept und hat Priorität. "Auf Dauer müssen wir unser Budget erhöhen, um Leistungsträger halten zu können", fordert der Coach mit Blick auf die schmerzlichen Abgänge am Ende der Vorsaison, die - wie es die Spielergebnisse zeigen - offenbar nicht kompensiert werden konnten, zumal Ausfälle wie etwa von Spielgestalter Nils Dames, der seine Fußballleidenschaft dem Beruf unterzuordnen hat, die Situation verschlimmerten.

Ein Leistungs-Zwischen-Hoch mit einem Sieg gegen Odenkirchen und Punktgewinn in Viersen hat den Benrathern zumindest die Hoffnung gelassen, dass der Klassenerhalt zu schaffen ist. "Der Kader hat genügend Potential", sagt Stoffels. Die Fehlerhäufung bei der peinlichen Schlappe gegen Nievenheim sei auf individuelle Gründe zurückzuführen. Dem geleisteten Mannschafts-Schwur "Jetzt gilt's" soll am Sonntag um 14.30 Uhr beim ASV Mettmann Tat auf Wort folgen. "Personell sieht es wieder besser aus", sagt der VfL-Coach

Marcel Gerasch kann in die Abwehr zurückkehren. Angreifer Sven van Beuningen hat die Gelbsperre abgesessen. Mario Stoffels ist wieder fit. "Mettmann ist offensivstark", weiß Stoffels. Dort ist der Ex-VfL'er Michael Kirschner als sportlicher Leiter tätig ist.

Quelle: RP
 
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