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Benrath
Viele Schnäppchen schon für den Sommer

Benrath. Am Samstag war Kindersachenmarkt, der seit 1993 von der Herz-Jesu-Gemeinde organisiert wird. Von Beate Gostincar-Walther

Auf langen Tischen stapeln sich Blusen, T-Shirts und Hosen - sortiert nach Größen. Umrahmt von Kleiderständern an denen Regensachen, Kommunionskleider und -anzüge präsentiert werden. Daneben finden sich Sportartikel und Schuhe. Auf der Bühne sind die Spielsachen platziert. Gleich fünf hübsche Teddys sitzen aufgereiht auf Schulstühlen in der Aula des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Benrath. Am Samstag ist Kindersachenmarkt mit dem Schwerpunkt Sommerkleidung. Alles kommt von privaten Anbietern. Seit 12 Uhr geht es hier zu wie bei einem Super-Sonder-Schlussverkauf: Wühlen ist Herzenssache.

"Das ist für mich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen - ein tolles Sortiment und super sortiert", meint Maria Haase aus Velbert. Sie kennt den Markt durch ihre in Benrath lebende Schwester. "Das Kind ist bei den Spielsachen, die Mama sucht die Klamotten", kommentiert sie ihre pralle Tüte lachend. Seit 1993 organisiert ein Team der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde diesen Flohmarkt. "Wir sind heute zu zehnt. Ab 8.30 Uhr bringen die Leute die Kleidung und dann beginnen wir mit dem Aufbau", erklärt Maria Müller-Broich, die seit der ersten Stunde dabei ist. 80 Prozent der Erlöse gehen an die Verkäufer, 20 Prozent an gemeinnützige Kinderprojekte.

Nach Marktschluss um 16 Uhr werden alle Reste in die nummerierten Kartons zurücksortiert und am gleichen Tag wieder abgeholt. "Wir sind von Einzelnen gefragt worden, ob wir ihre restlichen Sachen an die Kleiderkammer für Flüchtlinge weitergeben, aber das schaffen wir logistisch nicht", sagt die Mit-Organisatorin. Dabei weist sie auf die endlosen Kartonreihen unter den Tischen und auf das Sortiment, das die Aula bis in die letzte Ecke füllt. "Dafür bräuchten wir einen Lkw, aber wir haben nur unsere Autos", meint sie schmunzelnd.

Sabrina Mann aus Vennhausen hält ein rotes Shirt mit weißen Tupfen in die Höhe. "Da muss Amelie erst noch reinwachsen; aber wir sammeln immer schon für die nächste Größe", erklärt sie gut gelaunt. Sie sei Stammkundin und der Markt sei für sie bereits während ihrer Schwangerschaft ein Magnet gewesen. "Die Auswahl und die Sortierung, das ist hier alles super geregelt", meint sie begeistert.

Ein geringeres Angebot wegen der vielen Kleiderspenden für Flüchtlinge könne sie nicht feststellen, sagt sie. "Im Herbst bieten wir wieder Winterkleidung an und im November dann ausschließlich Spielsachen für das Weihnachtsfest", verrät Maria Müller-Broich die Pläne für dieses Jahr. Celena hat aber jetzt schon ein pinkfarbenes, geflügeltes "Pferd" erobert - farbig passend zur hübschen Hose, die sie trägt. "Pink ist eben in", stellt Mutter Stella lachend fest.

Quelle: RP
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