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Benrath
Wallfahrtswoche endet mit feierlicher Lichterprozession

Wallfahrt: Lichterprozession vor Schloss Benrath
Wallfahrt: Lichterprozession vor Schloss Benrath FOTO: G�nter von Ameln
Benrath. Gut 3000 Gläubige fanden sich Sonntag am Schloss ein, um zum Ende der Wallfahrtswoche die Schwarze Muttergottes zu ehren.

Mit einer Marienfeier auf der Südterrasse von Schloss Benrath, der sich eine Lichterprozession um den Spiegelweiher des Schlossparks anschloss, fand die 338. Wallfahrtswoche zur Schwarzen Muttergottes von Benrath ihren feierlichen Abschluss. Gut 3000 Marienverehrer aus dem Düsseldorfer Süden, der Stadt und dem Umland nahmen daran teil und gaben so der abendlichen Feier, die von der Bläservereinigung Dreier musikalisch begleitet wurde, eindrucksvoll den Charakter einer Stadtprozession.

Sehr gut besucht waren auch die abendlichen Wallfahrtshochämter in der St.-Cäcilia-Kirche, die von Chören und Instrumentalisten musikalisch mitgestaltet wurden und deren Predigten unter dem Leitgedanken "Maria, Schutzmantel der Familie" standen.

Schönes Herbstwetter gab es zum Höhepunkt und Abschluss der Wallfahrtswoche. Die Kolpingsfamilie hatte dazu in kleiner Prozession das Gnadenbild von der St.-Cäcilia-Kirche zur Südterrasse des Schlosses getragen. Benraths Pfarrer Thomas Vollmer begrüßte Paul Josef Kardinal Cordes aus Rom als Festprediger, einige Mitbrüder im geistlichen Amt und inmitten der Wallfahrer eine Abordnung der St.-Jakobus-Bruderschaft Düsseldorf sowie Damen des "Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem".

In seiner Ansprache lenkte Kardinal Cordes den Blick der Wallfahrer auf die in diesen Tagen in Rom stattfindende Bischofssynode, bei der es um die Berufung, Sendung und den Wert der Familie in Kirche und Welt gehe, wie sie Offenbarung und Kirche lehre. Diese Problematik habe schon das ganze Pontifikat von Johannes Paul II. charakterisiert, an Aktualität aber nichts eingebüßt, vielmehr sei sie klärungsbedürftiger, weil konfuser geworden.

"Es geht bei diesem Thema um die personale Würde von Ehe und Familie, denn man kann nicht auf Probe leben, sterben oder lieben, auch nicht auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen", befand der Kardinal, der im Weiteren feststellte, dass christliches Leben, Handeln und Werte heute keinen Ort mehr hätten und manche Medien andere Lebensmodelle mehrheitsfähig und zur Regel machten. Darum forderte er die Gemeinden und Gemeinschaften auf, den Glauben nicht für sich zu behalten, sondern offen zu bezeugen, und um dem Segen der Gottesmutter zu bitten, dass der Glaube in der Welt ein Echo findet.

Nach der Predigt geleiteten Priester, Ministranten, Fahnenabordnungen der Schützen und Pfarrvereine sowie die Wallfahrer das Gnadenbild mit Wechselgesang, Gebeten und Kerzen in den Händen, in feierlicher Lichterprozession durch die hereinbrechende Dunkelheit um den Spiegelweiher des Schlossparks zurück zur Pfarrkirche. Vor dem Hauptportal von St. Cäcilia erteilte Kardinal Cordes allen Wallfahrern den sakramentalen Segen. Danach gab es noch einen Pilgerempfang im Cäcilienstift.

(lers)
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