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Benrath
Zum Saunabesuch sind weite Wege nötig

Benrath. Das Benrather Hallenfreibad steht vor einem großen Umbruch. Ergebnisse der Bürgerbefragung zum Neubau kommen erst Ende Juni. Von Simona Meier

Noch steht nicht fest, wie viele Menschen sich an der Bürgerbefragung zur Zukunft des Benrather Bades beteiligten und wie das Ergebnis ausfällt. "Wir werden die Schwerpunktthemen aber berücksichtigen", sagt Geschäftsführer Roland Kettler. Die Schwimmbadbesucherin Ulrike Mende, die vergangene Woche voller Elan an einer Gruppendiskussion mit dem beauftragten Marktforschungsinstitut Franke + Gussenberg teilnahm, ist aber skeptisch. Sie war überrascht, dass die Bädergesellschaft kurz danach Änderungen im Preis, Angebots- und Öffnungszeitensegment veröffentlichte: "Die waren in keiner Weise Thema bei unserer Beschwerde und Erneuerungsdiskussion", sagt sie.

Die ursprüngliche Planung, das Hallenbad mit allen Abteilungen, wie beispielsweise der Sauna, bis zur Neueröffnung betriebsbereit zu halten, sei auch vom Tisch. "Benrath wird also zirka zwei Jahre ohne Halle und Freibad leben müssen", so ihr Fazit. Es ist die Frage nach der Zukunft der Sauna, die Ulrike Mende außerdem umtreibt. Sie hält diese für unverzichtbar. Niederheid sei keine Alternative, weil es dort deutlich teurer und die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr schlecht sei. Das sieht auch die Garather Stadtteilpolitikerin Henja Pougin so: "Die Anfahrt ist von Hellerhof und Garath sehr umständlich. Viele wandern ab nach Monheim, wo die Preise denen in Benrath ähneln", sagt sie. Nachdem die Benrather Sauna seit Januar wieder einmal wöchentlich bis 20 Uhr öffnet, sind einige Berufstätige nach Benrath zurückgekehrt. "Wir hoffen, dass es nach der geplanten Sommerschließzeit so bleibt und die Sauna bis 20 Uhr öffnet", sagt sie.

Ob es beim Neubau in Benrath eine Sauna geben wird, ist nicht entschieden. "Das ist völlig offen, da sich im Düsseldorfer Süden das Saunaangebot verändert, weil ein weiterer Anbieter am Elbsee hinzukommt", beschreibt Bäderchef Roland Kettler die aktuelle Lage.

Er verweist auf das vorhandene Angebot in der Niederheider Sauna. Vorstellbar sei je nach Planung ein Saunaangebot im Bad oder auf dem Gelände des Benrather Bades.

Ulrike Mende hofft, dass für das Benrather Bad viele Ideen aus der Besucherbefragung einfließen werden. Dazu haben sie und die anderen Teilnehmer der Gruppendiskussion Vorschläge in die Bauplanung einzeichnen dürfen. Erste Ergebnisse werden ab Mitte bis Ende Juni bekannt sein.

Quelle: RP
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