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Bilk
"Ampelindianer" küren die Kita des Jahres

Bilk. Die katholische Kindertagesstätte St. Georg erhielt die Auszeichnung der Verkehrswacht Düsseldorf. Von Stefanie Thrun

"Am Bordstein ist Halt, damit es da nicht knallt", ertönt es oft, wenn die Kinder der St.-Georg-Kindertagesstätte die Straße überqueren wollen. Ein Satz, den auch viele andere Vorschulkinder kennen, und zwar vom Polizeipferd "Pferdi". Dieses ist Teil des Ampelindianerclub-Teams. Jetzt verliehen die Verkehrswacht und die Polizei den Preis "Ampelindianer-Kita des Jahres". Die katholische Kindertagesstätte St. Georg konnte sich über 500 Euro und eine riesen Portion "Ampelkekse" freuen.

Das Projekt "Club der Ampelindianer" wird immer beliebter und relevanter in Düsseldorf. Mit einem ganzheitlichen Verkehrssicherheitstraining, wie beispielsweise durch das Polizeipuppenspiel, sollen Kinder möglichst frühzeitig für den Straßenverkehr in der Stadt sensibilisiert werden. Ganz besonders wichtig ist das für Kinder im Vorschulalter. Für sie beginnt in diesem Jahr die Grundschule, dann werden sie aktiver am Straßenverkehr teilnehmen als bisher. Eine frühzeitige Ausbildung ist da besonders wichtig. Im Vorschulalter erwerben die Kinder zunächst ihren "Fußgängerführerschein" und werden Mitglied im Club der Ampelindianer. Am Ende der Schulzeit nehmen die Kinder dann an der Fahrradprüfung teil und erhalten für dieses Verkehrsmittel einen Führerschein.

Andreas Hartnigk ist Vorsitzender der Verkehrswacht und sieht die Mitarbeit der Kitas, neben der der Eltern, als Schwerpunkt in der Verkehrserziehung. "Wir sind auf die Mithilfe von allen Seiten angewiesen. Seit sieben Jahren gab es in Düsseldorf keinen tödlichen Schulwegunfall mehr. So soll es auch weiterhin bleiben", so Hartnigk. "Die Kindertagesstätte St. Georg hat jahrelang kontinuierliche und qualitative Arbeit in Sachen Verkehrssicherheit geleistet", sagt Simon Höhner, Geschäftsführer der Verkehrswacht: "Deshalb haben wir sie für die erste Preisverleihung ausgewählt." Der Leiter der Kindertagesstätte Wolfgang Walter sieht vor allem den Alltag als Lernchance: "Wir sind viel mit den Kindern unterwegs, machen Ausflüge, da passiert die Verkehrserziehung fast automatisch. Außerdem haben wir viele Innenstadtkinder. Die sind den Verkehr teilweise schon gewohnt, und die Eltern leisten einen großen Beitrag."

Über die 500 Euro freuten sich in erster Linie die Erwachsenen in der Einrichtung. Die Jungen und Mädchen hatten erstmal nur Augen für die Kekse, die in Form von roten, grünen und gelben Ampelmännchen gebacken waren, und die die Kinder sofort verputzten.

Begleitbuch Unter www.ampelindianer.de können sich auch private Einrichtungen und Eltern das Begleitbuch kostenlos besorgen.

Quelle: RP
 
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