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Bilk
Ansturm auf Grünpflanzen an der Uni

Bilk. Am Botanischen Garten konnten Bürger gegen eine kleine Spende exotische Gartenpflanzen erhalten. Von Thorsten Breitkopf

Frühlingszeit ist Pflanzzeit, das wissen Garten- und Balkonbesitzer nur zu gut. Wer es auch draußen richtig schön grün haben will, muss an den Kassen der Düsseldorfer Baumärkte und Gartencenter teils tief in die Tasche greifen. Eine günstige und gleichzeitig wohltätige Alternative war gestern die Pflanzenbörse des Botanischen Gartens an der Heinrich-Heine-Universität. Schon vor dem offiziellen Beginn um 14 Uhr bildete sich eine lange Schlange, der Andrang war enorm. Bei Öffnung stürzten sich Hunderte Interessierte auf die Grünpflanzen. "Als erste gingen uns die Gehölze aus", sagte Katharina Janthar, die Reviergärtnerin im Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität ist.

Neben jungen Bäumen und Sträuchern seien dieses Jahr bei den Besuchern der Pflanzentauschbörse besonders die Chilis gefragt: Der Trend in Garten und Balkon geht eindeutig zu Pflanzen, die man auch in der Küche nutzen kann. Chilis kann man wunderbar auch auf einem sonnigen Stadtbalkon heranziehen und pflegen, bis man die gereiften Chilis im Spätsommer ernten und in der Küche einsetzen kann. Die so erzeugten Lebensmittel sind dann garantiert ungespritzt und nicht mit anderen Chemikalien behandelt. Das Gleiche geht natürlich auch mit Tomaten.

Außerdem bekommt der Gartenfreund an der Heine-Universität auch echte Raritäten. Beispielsweise einen kleinen Baum, der von seinen Blättern her an einen Ahorn erinnert. "Ist aber kein Ahorn, sondern eine Zimthimbeere", erklärte Gärtnerin Janthar. Die Heimat der Zimthimbeere sei das östliche Nordamerika, von Nova Scotia westlich bis Ontario und südlich bis Tennessee. In Europa werde sie seit dem 17. Jahrhundert als Zierstrauch kultiviert und ist stellenweise verwildert, insbesondere in Südostengland, vereinzelt aber auch in Deutschland.

Eine richtige Tauschbörse ist die Pflanzenbörse übrigens eigentlich nicht. Die Bäumchen und Pflanzen gibt es nämlich im Tausch gegen eine Spende, die Höhe legt ein Schätzer fest. Am Ausgang des Botanischen Gartens standen viele der "Spender" mit Kisten, Kartons und kleinen Transportwagen und warteten, dass der Preis ihrer ausgesuchten Pflanzen ermittelt wird. Verbindlich sei dieser aber nicht, man könne auch feilschen oder mehr geben oder gar nichts, sagt Janthar. Der Erlös geht an den Freundeskreis des Botanischen Gartens. Damit sollen später größere Projekte finanziert werden.

Ein Imker, der seine Bienenstöcke auf dem Gelände des Botanischen Gartens betreibt, verkaufte in einem der Gewächshäuser noch Honig, dazu gab es Kaffee und Kuchen.

Quelle: RP
 
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