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Bilk
Bilker Schützen ehren Jacques Tilly

Bilk: Bilker Schützen ehren Jacques Tilly
Bilks Schützen-Chef Hans Dieter Caspers (l.) und Johann-Peter Ingenhoven (r.) von der Kreissparkasse überreichten die Plakette an Jacques Tilly. FOTO: Schaller
Bilk. Der Wagenbauer erhielt die Jakob-Faasen-Plakette. Zudem wurde der König Carsten Reuner gefeiert.

Carsten Reuner, neue Bilker Schützenmajestät, schaute nachdenklich: "Sehr schwer diese Kette." Rund 25 Kilogramm wiegt das Königssilber und reicht fast bis zum Boden. Aber er muss es ja auch nur zu ganz offiziellen Anlässen tragen.

Der große Freundeskreis des Bilker St.-Sebastianus-Schützenvereins war gekommen, um den neue König mit seiner Königin Petra zu feiern. Dazu hatte Schützenchef Hans-Dieter Caspers eigens neben dem Schützenhaus an der Ulenbergstraße für das Wochenende ein großes Zelt aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stand neben Carsten Reuen, den man nur in Bilk näher kennt, ein Mann, der in ganz Deutschland bekannt ist: Wagenbauer Jacques Tilly. Er wurde mit der einmal jährlich verliehenen Jakob-Faasen-Plakette ausgezeichnet. Die Laudatio auf ihn hielt Johann Peter Ingenhoven, Vorstandschef der Kreissparkasse. Der Laudator: "Tilly ist ein ganz Großer als Vertreter der Meinungs-und Narrenfreiheit, ein unerschrockener Karikaturist. Er schont nichts und niemanden, ist dabei aber frei von jeder Häme." Tilly bedankte sich: "Die Auszeichnung gilt auch meinen Mitarbeitern und vor allem den Personen an der Spitze des CC, die mir diesen großen Spielraum bei der Gestaltung lassen."

Mit einem großen Aufmarsch, Fahnenabordnungen der einzelnen Kompanien sowie Marschmusik des Regimentstambourkorps Bilk und den Swinging Funfares hatte der Krönungsball begonnen. Caspers ging auf das Flüchtlingsproblem ein: "Wir Schützen können nicht so tun, als ginge uns das alles gar nichts an. Es ist unsere Tradition seit Jahrhunderten, den Schwachen zu helfen." Dass König Reuner Mitglied bei den Bilker Schützen wurde, war eher Zufall. Seine Frau Petra, die bei den Bilker Amazonen mitreitet, stellte ihn nach der Eheschließung vor die Wahl: "Die vier Tage im Jahr während des Schützenfestes gehören mir. Entweder du kommst mit oder bleibst zu Hause." Er entschied sich fürs Mitkommen.

(wber)
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