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Bilk
Bilker Schützen stolz auf ihr Unesco-Logo

Bilk. Die St. Sebastianer sind der erste Schützenverein in Düsseldorf, der das Logo verwenden darf. Von Nicole Esch

Heftig zerrt der Wind an dem Tuch, das das neue Schild am Vereinshaus des Bilker St. Sebastianus Schützenvereins verdeckt. Während die meisten Mitglieder es sich in der "goldenen Mösch" gemütlich machen, präsentieren Schützenkönig Oliver Zieba, Ulrich Müller und Michael Schwarz, erster und zweiter Chef des Vereins, stolz das neue Logo der Unesco an ihrem Vereinshaus.

Im März hat die Organisation das Schützenwesen als immaterielles Kulturgut anerkannt. "Die deutschen Schützen haben sehr darum gekämpft, diese Auszeichnung zu bekommen", berichtet Schwarz. Es wäre schön, wenn "das Schützenwesen dadurch wieder mehr ins Positive gesetzt wird", wünscht er sich. Der Bilker Schützenverein ist der erste in Düsseldorf, der sich mit dem Logo schmücken darf. Er gehört zu den historischen Schützenbruderschaften. Das ist Voraussetzung, um es verwenden zu können. "Wir sind einer der ältesten Vereine in Düsseldorf", erzählt Müller.

Nicht nur Brauchtums-Kultur ist ein wichtiges Thema bei den Bilker Schützen. Auch das soziale Engagement liegt dem Verein am Herzen. Traditionell verzichten die Königspaare auf Blumen und Geschenke bei festlichen Anlässen. Stattdessen bitten die Majestäten um Spenden, die sie für soziale Zwecke verwenden. Zuletzt ging das Geld an die Initiativen "Sterntaler" und "Grenzenlos".

Dieses Jahr ist die Sammlung für die eigenen Reihen gedacht. Ein Kamerad der Bilker Schützen hat einen Schlaganfall erlitten und ist arbeitsunfähig. Da der 52-Jährige jetzt im Rollstuhl sitzt, muss die Wohnung behindertengerecht umgebaut werden. "Warum nach außen spenden, wenn wir genauso gut in den eigenen Kreisen Hilfe anbieten können", erklärt Zieba den Einsatz des Königspaares. Dabei bekommen Zieba und Königin Yvonne Peetz nicht nur die Unterstützung zahlreicher Kompanien des Bilker Regiments. Auch die Hammer Schützen haben sich solidarisch gezeigt und in den eigenen Reihen gesammelt. Seit Oktober sind 1575 Euro zusammengekommen. "Es ist sensationell, dass der Zuspruch so enorm ist", sagt Zieba: "Wir freuen uns extrem darüber."

Quelle: RP
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