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Bilk
Deutsch-afrikanischer Verein Düssel-Buntu besteht fünf Jahre

Bilk. Zwei Mal in der Woche können die Kinder ins Bürgerhaus im Stadtteilzentrum Bilk kommen. Ausgebildete Lehrerinnen und ehrenamtliche Helfer üben mit ihnen Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. "Aber Düssel-Buntu bietet so viel mehr als Nachhilfe", sagt Konrad Schnabel, Leiter des Bürgerhauses. Die Kinder machen Ausflüge, lernen Berufe kennen, verbringen gemeinsam ihre Freizeit.

Vor fünf Jahren gründete Elizabeth Drews, von allen nur "Queen" genannt, den Verein, um vor allem Schulkinder mit afrikanischem Migrationshintergrund zu fördern - und Vorurteile auf allen Seiten abzubauen. Der Name des Vereins ist ein Wortspiel aus dem Begriff für die afrikanische Lebensphilosophie "ubuntu" und dem deutschen Wort "bunt". Wörtlich übersetzen lässt sich "ubuntu" nicht, denn es beschreibt eher ein Gefühl von Gemeinschaft. "Der Mensch ist durch andere. Ich bin, weil wir sind", lautet die Philosophie des Vereins. Dieses Motto war auf bei der Geburtstagsparty im Bürgerhaus spürbar: Die Kinder begrüßten die Gäste in verschiedenen Sprachen, führten gemeinsam durch das Programm und boten eine mitreißende Mischung aus Tanz und Musik.

Gründe zu feiern gibt es für die Kinder, Eltern, Mitglieder und Förderer des Vereins genug - schließlich haben sie schon viel auf die Beine gestellt. Die Kinder haben Schwimm-Kurse besucht, sind beim Rosenmontagszug mitgelaufen und vor Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Franz-Walter Steinmeier aufgetreten.

Konrad Schnabel hat großen Respekt für ihre Arbeit der "Queen": "Sie bringt den Kindern die afrikanische Kultur näher und motiviert sie gleichzeitig, sich für die Gesellschaft und Politik hierzulande zu engagieren." Für diese Arbeit wurde die Vereinsgründerin 2014 als "Düsseldorferin des Jahres" in der Kategorie Ehrenamt ausgezeichnet.

(arm)
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