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Bilk
Die Fahrradleichen am S-Bahnhof Bilk

Bilk: Die Fahrradleichen am S-Bahnhof Bilk
Am S-Bahnhof in Bilk reihen sich weiterhin die Fahrradleichen aneinander, einige bereits mit Aufklebern vom Ordnungsamt. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Bilk. Schrotträder blockieren zahlreiche Stellplätze am Bahnhof. Davor ist immer noch eine Baustelle.

Schön geht anders, möchte man bemerken, wenn man in der Nähe des Bilker S-Bahnhofes unterwegs ist. Die Fahrradständer mit den zahlreichen verrosteten "Fahrradleichen" sind nur das deutlichste Beispiel für die Mängel, an denen man sich stören kann.

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Vor dem Eingang des Bahnhofes stehen Räder, die aussehen, als seien sie dort schon seit Jahren angekettet. Einige sind von dicken Staubschichten und mit Taubenkot bedeckt, andere eigentlich nur noch als rostiger Rahmen vorhanden.

"Das ist in der Tat ein schwieriges Thema", sagt Walter Schmidt, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 3 (CDU). Das Ordnungsamt sei zwar mit dem Thema befasst, könne nach eigenen Angaben aber auch nicht immer sofort handeln und störende Räder entfernen, die es an vielen Stellen gebe: "Ich habe den Eindruck, dass das in Düsseldorf besonders häufig passiert." Gerade erst hat Schmidt im Urlaub gesehen, wie es auch gehen kann: "In Göttingen stehen auch Hunderte Fahrräder vor dem Bahnhof, aber darunter keine Schrotträder wie bei uns." Er habe den Eindruck, fügt Schmidt hinzu, dass viele Stellplätze von Dauernutzern zweckentfremdet würden: "Das ist besonders ärgerlich, weil wir ja um jeden Stellplatz kämpfen."

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Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Dietmar Wolf (Grüne) hat das Problem auf dem Schirm - zumal es schon mehrfach Thema in der Bezirksvertretung war. Das Ordnungsamt markiere langfristig abgestellte Räder, denen die Entfernung droht, zwar mit roten Aufklebern - könne aber eben auch nicht überall sein. Wolf ist aber klar dafür, die rostigen Schrotträder ("Sie nehmen Platz weg und sind unansehnlich.") zu entfernen und sie, wie er als Grüner schmunzelnd betont, "dem Recycling zuzuführen".

Ein Schmuckstück ist der S-Bahnhof freilich auch sonst nicht. Auch nach der Fertigstellung der Wehrhahn-Linie wird vor dem Bahnhof und den benachbarten Arcaden noch an der Straßenführung gewerkelt. Neben dem Eingang zum Bahnhof befindet sich weiterhin ein riesiges Baustellenschild, das eine komplette Fensterfront verbirgt. So wird das Bahnhofsinnere deutlich dunkler. Der Bahnsteig selbst wirkt dunkel und abgelegen, bei Wind und Kälte tummeln sich die Leute hinter den Werbeschildern, um dort Schutz zu suchen.

(stt/nic)
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