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Bilk
Die Spieloase ist ein Treff der Generationen

Bilk. Das 30-jährige Bestehen ist mit Wegbegleitern von einst, Kindern und Unterstützern gefeiert worden. Von Falk Janning

Mit einem Plakat fing vor 30 Jahren alles an: Eine "Initiative Spielen in Bilk" um Ludger Termeer und Trude Kraus fragte darauf: "Wer hat Lust mitzumachen? Wir planen: Gestaltung eines Spielhofes - Umbau einer Schreinerei in ein Spielhaus - Nachbarschaftstreffen für Mütter und Kinder." Entstanden ist daraus die "Spieloase" an der Merowinger Straße. Dass sie ihrem Namen gerecht wird, davon konnten sich die Besucher während eines Hoffestes überzeugen. Dort spielten, tobten und lachten die Jungen und Mädchen, während sich die Erwachsenen Viertelgeschichten von gestern und heute erzählten.

Gründerin Trude Kraus strahlte angesichts der lebendigen Veranstaltung mit hunderten Gästen über das ganze Gesicht. "Ich bin sehr stolz darauf, was wir hier erreicht haben. Das ist einzigartig und einmalig", sagt die rüstige 81-Jährige. "Die Spieloase ist Treff der Nationen und Generationen. Sie pflegt den sozialen Frieden in Bilk." Das findet auch Corinna Nolte. Die 27-Jährige wuchs in der Nachbarschaft auf, entdeckte die Spieloase vor 18 Jahren und war als Kind vor allem an Wochenenden "wegen des tollen Außengeländes" hier. Sie ist mit ihrer Großmutter Helene Schmidt (81) sowie ihrer Mutter Ute (55) gekommen, die beim Fest bei der Ausgabe der Spiele hilft. "Es ist hier in den vergangenen Jahren bunter und internationaler geworden", sagt Corinna Nolte, die in der Spieloase als Praktikantin ihre Berufung fand und nun Sozialpädagogik studiert. Das Besondere sei der Frieden, der vor Ort zwischen allen Nationalitäten herrsche: "Draußen, außerhalb der Oase, ist der Umgang der Kinder miteinander viel rauer, da verhalten sie sich aggressiver."

Die Macher um Leiterin Gerti Kobarg setzen sich bis heute für mehr Platz für die Kinder ein, kämpfen um die Verbesserung der Spiel- und Lebenssituation in Bilk. Glücklich sind sie, dass sie durch das angrenzende Neubaugebiet "Karolinger Höfe" in naher Zukunft die so dringend benötigte Vergrößerung der Spieloase erhalten. "Der neue Investor bietet der Stadt und dem Verein die Anmietung der ersten Etage einer angrenzenden Halle an", sagt Gerti Kobarg. Ute Nolte und andere hoffen, dass die Spieloase dann noch mehr zu einem Mehr-Generationen-Treff wird, dass der Austausch "zwischen alt, jung und ganz jung noch intensiver wird".

Die Spieloase lebt vom ehrenamtlichen Engagement. "Es ist selbstverständlich, dass wir hier mitmachen. Es hilft dem Zusammenleben im Viertel", sagt Heinz Maaßen (70), der im Vorstand mitarbeitet.

Quelle: RP
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