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Bilk
Martinsfreunde Bilk feiern Jubiläum

Die Martinszüge 2017 in Düsseldorf
Die Martinszüge 2017 in Düsseldorf
Bilk. Nach der Martinslampenausstellung mit 500 Exemplaren steht für den Verein mit dem Martinszug am Freitag der Höhepunkt des Jahres bevor. Nach der Mantelteilung wird mit einem offiziellen Festakt das 70-jährige Bestehen gefeiert. Von Hendrik Gaasterland

Am vergangenen Donnerstag erhielt Achim Skowronek - gemeinsam mit seiner Frau Monika - den Martinstaler für ehrenamtliches Engagement der Stadt Düsseldorf. Der Preisträger ist seit 1988 Vorstandsmitglied der Martinsfreunde Bilk, und zusammen mit der Gattin gilt er wegen seines Einsatzes rund um den Martinszug als "Seele der Heimatpflege". Viel Zeit, um die Auszeichnung im Rathaus zu feiern, blieb aber nicht. Denn die Martinsfreunde befinden sich mitten in den Vorbereitungen für ihren Zug.

Dieser findet wie in jedem Jahr am 10. November statt, und der am Freitag ist ein ganz besonderer. Schließlich feiern die Martinsfreunde in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Das Jubiläum war bereits am Wochenende Gesprächsthema bei der großen Martinslampenausstellung, an der sich vier Schulen, zehn Kindergärten und drei Altenheime beteiligten. Rund 500 Exemplare waren zu bestaunen, doch Höhepunkt bleibt der Martinszug am Freitag. "Es werden wieder rund 3000 Menschen mitlaufen", sagt der Vereinsvorsitzende Klaus-Dieter Möhle, der gerne davon erzählt, dass einmal ein Bezirksbeamter der Polizei auf die Anfrage nach der amtlichen Teilnehmerzahl mit "Ich habe bei 2998 aufgehört zu zählen" antwortete. "Wie viele Leute in den Anfängen des Zuges dabei waren, das weiß ich nicht. Aber der Martinszug ist stetig gewachsen und in all den Jahren noch nie ausgefallen", sagt Möhle.

Von keinen steigenden Zahlen kann der 75-Jährige allerdings bei den Mitgliedern berichten. In der Vergangenheit waren es schon einmal 200, inzwischen gibt es nur noch rund 150 Martinsfreunde. "Wir kranken, wie viele andere Vereine auch, beim Nachwuchs. Die Interessen der Jugend haben sich verändert. Aber weil wir alle älter geworden sind, könnten wir neue, junge Mitglieder gut gebrauchen, die uns bei den Vorbereitungen und den Veranstaltungen wie der Lampenausstellung oder dem Martinszug unterstützen", meint Möhle, der seit 41 Jahren an der Vereinsspitze steht. Er bedauert es, dass sich das kommerzielle Halloween immer größerer Beliebtheit erfreut, während der St. Martin und der Gedanke der Nächstenliebe an Bedeutung verlieren und die Martinsfreunde um Mitglieder kämpfen müssen. "Und unser Jahresbeitrag mit acht Euro ist wahrlich nicht hoch", sagt der 75-Jährige.

Freitag rücken diese Bedenken aber beiseite. Dann zieht der Traditionszug durch Unterbilk, und nach der Mantelteilung auf dem Schulhof der Grundschule Kronprinzenstraße wird im Gemeindesaal der Friedenskirche mit einem offiziellen Festakt der 70. Geburtstag gebührend gefeiert. "Hoffentlich bleibt es trocken und es regnet nicht. Meistens war Petrus bei unseren Martinszügen freundlich zu uns", sagt Möhle.

Die Jubiläumsfeiern begannen bereits im September mit einem Dank-Gottesdienst in der Kirche St. Martin. Eine Abordnung des Vorstandes wird außerdem am 26. November bei einem Gang über den Südfriedhof der verstorbenen Mitglieder gedenken.

Quelle: RP
 
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