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Bilk
Friedenskirche stellt Martinslampen aus

Bilk. 16 Bilker Einrichtungen zeigten ihre Laternen. Ein Höhepunkt war auch das gemeinsame Singen von Jung und Alt. Von Sainab Sandra Omar

Bis zum späten Freitagabend haben Klaus-Dieter Möhle und seine Mitarbeiter in gewissenhafter Arbeit die selbstgebastelten Laternen der Kinder aufgehängt. Wer am Wochenende ins Gemeindehaus der Friedenskirche kam, verdankte ihnen so ein Lichtermeer aus Farben.

Wie in jedem Jahr um diese Zeit hat der Verein der Martinsfreunde Bilk die Martinslampenausstellung in der Friedenskirchengemeinde organisiert. Laternen aus neun Kindergärten, vier Grundschulen und drei Altenheimen schmückten den großen quadratischen Raum. Das große Licht war ausgeschaltet, die Vorhänge waren zugezogen, so tauchten die Besucher in eine wohlige Atmosphäre ein, in der allein die selbst gemachten Laternen der jüngsten Stadtteilbewohner leuchteten. Und die hatten in den letzten Wochen in großer Mühe mit ihren Erziehern, Lehrern und Eltern an den Motiven für ihre Martinslaternen gebastelt.

In langen Reihen hingen die Kürbisse neben Elefanten, die Füchse neben den Fröschen. Zwischen den Reihen liefen die Kinder umher, um nach dem eigenen Exemplar zu suchen und den Familien und Freunden zu zeigen. So wie Leni und ihr jüngerer Bruder Luis. Die Laterne der fünfjährigen Leni hing ganz oben, auf einem gelben Zettel stand ihr Name und verriet zudem die Kindertagesstätte Villa Luna, in der die dunkle Laterne mit allerlei bunten Motiven entstanden war. "Wir Eltern haben schon etwas mitgeholfen", verriet Lenis Mutter, die die Brauchtumspflege um den Heiligen St. Martin für eine wichtige Sache hält. Außerdem freuen sich die Kinder immer auf das gemeinsame Singen der Martinslieder.

Das gemeinsame Singen war am Samstag der Höhepunkt der Ausstellung. Nicht nur die Kinder und Eltern der beteiligten Einrichtungen kamen in der Friedenskirche zusammen, sondern auch die Bewohner des Caritas Altenzentrums St. Martin in Unterbilk, die bei der Laternenaktion mitgemacht haben. Pünktlich zum gemeinsamen Singen erschienen 20 der insgesamt 64 Bewohner mit ihren Pflegern und nahmen an den großen Gruppentischen Platz. Dort waren die Liedertexte ausgelegt, doch es war beachtlich zu sehen, wie die älteren, zum Teil dementen Menschen sich an die Lieder der eigenen Kindertage erinnern konnten.

Das Martinsfest verbindet die Generationen, wie auch der Vorsitzende der Martinsfreunde, Klaus-Dieter Möhle erklärte. Seit 40 Jahren steht er dem Verein vor und organisiert die Ausstellung mit Gesang und dem gemeinsamen Verspeisen von Kaffee und Kuchen.

"Die Werte des heiligen St. Martin sind nachahmenswert. Jeder von uns sollte sich ein Beispiel nehmen an seinem Vorbild der Nächstenliebe", sagt Möhle. Dabei sollen gerade die älteren Menschen in den Seniorenheimen nicht im Abseits stehen.

Quelle: RP
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