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Bilk
Grundwassersanierung: Drei Anlagen werden abgebaut

Bilk. Das Umweltamt baut derzeit drei Grundwassersanierungsanlagen im Stadtgebiet zurück. Dieser Rückbau wurde aufgrund des Sanierungsfortschrittes im Bereich verschiedener Grundwasserverunreinigungen jetzt möglich. Neben Lohausen und Flingern ist auch Bilk betroffen.

In Bilk wurde das Grundwasser zur Jahrtausendwende durch einen Galvanikbetrieb mit Chrom verunreinigt. Bereits mit der Bodensanierung im Bereich der Eintragsstelle wurde ab 2002 mit einer ersten Grundwassersanierung zur hydraulischen Abschirmung begonnen. Erstmals konnte 2004 die zusammenhängende Verunreinigungsfahne kartiert werden. 2009 ging dann die zentrale Anlage zur Aufbereitung Chrom-verunreinigten Grundwassers in Betrieb. Bis Ende 2014 wurden über drei Sanierungsbrunnen 142 Kilogramm Chrom aus dem Grundwasser entfernt. Nachdem im Bereich der Verunreinigungsfahne bereits nach diesem fünfjährigen Betrieb ein nachhaltiger Sanierungserfolg belegt werden konnte, sind zwei Brunnen außer Betrieb gegangen. Lediglich an einem Brunnen im Bereich der Eintragsstelle war zuletzt weiterhin eine Förderung von bis zu zehn Kubikmetern Grundwasser pro Stunde notwendig. Da die vorhandene Anlagentechnik für diese geringe Wassermenge jedoch überdimensioniert ist, wurde über weitgehend vorhandene Rohrleitungen der Brunnen an die Sanierungsanlage an der Martinstraße angeschlossen. Die Anlage an der Volmerswerther Straße kann daher abgebaut werden.

Insgesamt werden im Stadtgebiet nach Rückbau der drei Anlagen zur Zeit 28 Grundwassersanierungsanlagen betrieben. 13 dieser Anlagen werden von privat Verpflichteten und 15 von der Stadt betrieben. Seit Beginn der Altlasten- und Grundwassersanierung Mitte der 80er Jahre wurden durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen bisher allein rund 37.600 Kilogramm an Chlorkohlenwasserstoffen aus dem Grundwasser entfernt.

(arc)
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