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Bilk
Kunst und Kitsch auf dem Parkdeck der Handwerkskammer

Bilk. Rund 80 Aussteller zeigten am Wochenende auf dem Parkdeck der Düsseldorfer Handwerkskammer auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern ihre kreative Produktion. Das meiste handgemacht in Deutschland, vieles davon im Rheinland. Düsseldorf war mit vierzehn Werkstätten vertreten, aber auch internationale Gäste und Kunsthandwerker aus allen Teilen Deutschlands waren dabei. Organisator Uwe Müller-Biebel: "Viele neue Gesichter, aber auch Kunsthandwerker, die uns immer wieder begeistern." Wie die Düsseldorferin Helen Arakawa, die ihre Porzellan-Kollektion zum ersten Mal zeigte. Von Thorsten Breitkopf

Schmuck, hergestellt aus Dingen, die eigentlich in der Industrie Verwendung finden, ist eine Spezialität von Nina Rath. Die Goldschmiedin und Schmuckdesignerin hat ihr Atelier in Bilk an der Brunnenstraße. Sie hat Stahlspangen aus Werkstätten kunstvoll mit Silber zu Halsketten verarbeitet. "Natürlich verwende ich dafür keinen alten Werkstattschrott, sondern neue Teile", sagt die 28-jährige Handwerkerin.

Vom Volkssport ihrer Heimat Litauen ließ sich Rita Balta inspirieren. "In Litauen war sogar schon zu Sowjetzeiten Basketball die beliebteste Sportart. Auf der Straße spielen das vor allem die Kinder. Viele kaputte Bälle liegen also rum. Das hat mich dazu inspiriert, sie zu Mäppchen und Taschen umzufunktionieren", sagt Balta. Die Litauerin hat ihre Entwürfe nach eigenen Angaben kürzlich erst in New York und Tokio auf Design-Events präsentiert. Zu sehen ist das Kunsthandwerk der Frau aus dem Baltikum auch im Internet auf der Webseite www.baldesigns.eu.

Viel klassischer sind die Entwürfe von Christoph Erhardt. Er ist gelernter Webermeister aus Roetgen bei Aachen. Alle seine Stoffe werden dort vor Ort von Hand gewebt. Eine große Auswahl zeigte er am Wochenende bei der Handwerkskammer. Kein billiges Vergnügen: Stoff, der für ein Sakko reicht, kostet leicht 400 Euro oder mehr.

Quelle: RP
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