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Bilk
Schüler verschönern Fassaden

Bilk. Beim Projekt "Vielfalt: frisch gestrichen" präsentierte Schuldezernent Burkhard Hintzsche gestern die Sieger. Die Bilder sollen künftig an Wände und Fassaden angebracht werden, um die Stadt noch bunter zu machen. Von Birgit Wanninger

Für Josef Hinkel stand sofort fest: "Das ist es". Das Bild mit den Steinen hatte es ihm angetan. Als Jury-Mitglied neben Musikproduzent Dieter Falk und Schuldezernent Burkhard Hintzsche fischte sich der Bäckermeister das farbenfrohe Steinrelief heraus, in dessen Mitte deutlich ein Radschläger zu sehen ist.

Diese Collage hängt ab heute gut sichtbar im Laden von Hinkel in der Altstadt. Bei diesem Kunstwerk handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit der Klasse 6a der LVR-Schule am Volksgarten. Die Kinder haben es unter Leitung ihres Kunstlehrers Michael Lindecke-Schröder zusammengestellt. Das Relief gehört zu den drei Sieger-Bildern des Projekts "Vielfalt: frisch gestrichen", die gestern in Garath vorgestellt wurden.

31 Düsseldorfer Schulen haben sich an dem Wettbewerb, in dem immer ein Radschläger zu sehen sein musste, beteiligt. Ziel ist es, mit den Bildern Fassaden, Mauern, Säulen, Simse und Ecken im Stadtgebiet damit zu verschönern. Es gab drei Sieger, die gestern Schuldezernent Burkhard Hintzsche vor mehr als 150 beteiligten Schülern und zahlreichen Pädagogen im Garather Hauptzentrum vorstellte.

Gemeinsam mit Musikproduzent Dieter Falk und Josef Hinkel bildete er die Jury. Falk entschied sich für das Bild der zehnjährigen Amira von der Alfred-Herrhausen-Schule in Garath. Das farbenfrohe Gemälde hatten ihre Schulkameraden zum besten der Schule gekürt und es an die Jury gesandt. Jetzt ist Amiras Motiv das erste, das demnächst an den Fassaden im Garather Einkaufszentrum zu sehen sein wird. Das als Vorlage dienende Plakat bekommt einen besonderen Platz in der Schule.

Hintzsches Favorit kommt von der Kurt-Schwitters-Schule aus Gerresheim und zeigt eine Wand mit Kreisen. Davor schlägt die 17-jährige Selina Hartzsch ein Rad. Es ist eine Fotomontage. Wer das Original sehen möchte, muss schon zum Burgplatz 20 kommen. "Denn das Bild hängt vorerst in meinem Büro", erklärte Hintztsche den Anwesenden.

Er überreichte allen Siegern eine Kopie ihres Bildes im Din-A-1-Format. Doch eigentlich gab es gestern mehr als nur drei Sieger. Denn alle waren Gewinner: Sie hatten die Unterschiedlichkeit und damit auch die Vielfalt von Menschen widergespiegelt, wie Hintzsche betonte. Und die Bilder zeigen auch ein buntes Miteinander. Außerdem seien sie, so der Schuldezernent, ein gutes Beispiel für gelebte Inklusion. Denn das Projekt ging ursprünglich auf eine Initiative der Düsseldorfer Förderschulen und dem Verein "Brücke 2000" zurück. Inzwischen haben sich alle Schulformen - von der Grund- bis zur Berufsschule - daran beteiligt.

Und es soll weitergehen. "Düsseldorf hat viele freie Flächen", sagt Mitinitiator Jörg Geelen, der geeignete Flächen sucht. Ein Anfang sei zwar in Garath gemacht. Aber es gebe so viele Fassaden in Düsseldorf, die noch verschönert werden können, ist er überzeugt.

Quelle: RP
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