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Bilk
Uni-Anwohner beschweren sich heute im Rathaus

Bilk. An der Christophstraße, nicht weit von Heinrich-Heine-Universität und Uniklinik, sind viele Anwohner verärgert. Im heutigen Anregungs- und Beschwerdeausschuss wollen sie ihrem Ärger Luft machen und ihr Anliegen mit Fotos und einer Unterschriftenliste vortragen. Und das beschreiben sie in ihrem Antrag auf Anhörung wie folgt: "Wir fordern die Verwaltung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die vor Jahrzehnten geschaffenen verkehrsberuhigten Bereiche am südlichen und nördlichen Ende der Christophstraße (Spielstraße) endlich als solche genutzt werden können." Von Semiha Ünlü

Kontrollen der Polizei würden belegen, dass die Autofahrer vor Ort "allenfalls Tempo 40" fahren. Versuche, Autofahrer auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit hinzuweisen, seien "völlig zwecklos und aufgrund der Vielzahl der Fahrzeuge nicht möglich". Zudem würde "lässig vor Ort rund um die Uhr überall geparkt, auch in der Feuerwehrbewegungszone", bemängeln die Anwohner. Seit Jahren ertrage man diese "chaotische Verkehrssituation". Politik und Verwaltung würden die "begründeten Anliegen" der Anwohner nicht ernsthaft unterstützen. "Solange der Parksuchverkehr eines akademischen Großbetriebes von inzwischen 40.000 Menschen, die hier rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche leben und arbeiten, nicht aus unserer Anwohnerstraße herausgehalten werden", werde man die Probleme vor Ort nicht in den Griff bekommen, ist sich die Anwohner-Initiative sicher.

Das Amt für Verkehrsmanagement hat eine Einschätzung und Stellungnahme abgegeben. Die Behörde weist darauf hin, dass die von den Anwohnern eingeforderte Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit nach personellen Möglichkeiten durch die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes überwacht werde. Die Christophstraße in Gänze zu einem verkehrsberuhigten Bereich zu deklarieren, schätzt man als unverhältnismäßig ein. Das Amt werde aber vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Bezirkspolitiker und des Ordnungs- und Verkehrsausschusses ein "Bewohnerparkgebiet im Misch-Prinzip" einrichten. Dann könnten Ortsfremde ihre Wagen vor Ort nur kurzzeitig abstellen.

Quelle: RP
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