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Carlstadt
Musik "to go" auf dem Carlsplatz

Carlstadt: Musik "to go" auf dem Carlsplatz
Viele Zuschauer sind gekommen, um sich das ungewöhnliche Format auf dem Carlsplatz zu erleben. FOTO: hans-jürgen bauer
Carlstadt. Ein Streichquartett und fünf Opernsänger führen "Der Vogelhändler" auf. Die Händler versorgen das Publikum mit Naschwerk. Von Sebastian Kalenberg

"Klassische Musik tut der Seele gut, daher genießen sie nun an diesem wunderschönen Ort das berühmte Stück 'Der Vogelhändler'", begrüßte Désirée Brodka vom Verein "Music To Go" am Freitagabend die vielen Besucher auf dem Carlsplatz. Einige von ihnen waren dem Aufruf und den Plakaten gefolgt, viele liefen zufällig vorbei am Markt und blieben wie gefesselt stehen.

Es ist ein untypisches Format, das vermutlich grade deswegen so gut ankommt: Ein Streichquartett und fünf Opernsänger führen eine klassische Operette auf - und das unter freiem Himmel: Im "Espresso-Format", wie Brodka sagt, "soll sich so klein, aber fein klassische Musik einem ganz neuen Publikum erschließen". Denn im Vergleich zu den sonst meist teuren Besuchen einer Oper war das Stück am Freitagabend kostenfrei. "So machen wir klassische Musik zugänglich für alle", sagte auch Felicitas Umlauf von der Agentur "Drama Sisters". Die gebürtige Düsseldorferin war das Herzstück der Organisation. Die "Music To Go"-Initiatorin Désirée Brodka habe sie über eine Freundin kennengelernt. Schnell wurde beiden klar, dass dieses Format auch auf dem Carlsplatz gut ankommen würde.

"Es freut mich, zu sehen, dass unsere Idee, die Fläche hier für kulturelle Events zu nutzen, so gut ankommt", fügte Umlauf mit einem Lächeln an, als sie in die große Menschenmasse blickte, die gespannt der klassischen Musik lauschte. Unter ihnen waren auch Alex und Andrea: "Zunächst waren wir skeptisch, ob der Carlsplatz ein geeigneter Ort für eine Oper ist. Doch wir wurden überzeugt", erzählte das Ehepaar in der Pause des zweieinhalbtündigen Stückes. Dass das Format am Carlsplatz so gut beim Publikum ankam, lag auch an Ursula Wiedenlübbert.

Die Geschäftsführerin vom "KaffeeReich" koordinierte die Organisation mit den Verkaufsständen. "Wir müssen alle mal etwas über den Tellerrand schauen und den Carlsplatz auch für andere Dinge nutzen. Wir versuchen, die Händler an solche ungewöhnlichen Aktionen langsam heranzuführen." So beteiligten sich neben dem Kaffeereich auch Pure Pastry, Feinkost Fladi und Chez Jean Luc mit Naschwerkfür das Publikum.

Quelle: RP
 
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