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Derendorf
Bunte Wände und viele kleine Mängel

Derendorf: Bunte Wände und viele kleine Mängel
Die Präsidentin der Hochschule, Brigitte Grass, führte etwa 25 Studierende und Mitarbeiter über den neuen Campus in Derendorf. Dabei wurde allerdings nicht nur Lob laut. FOTO: Andreas Endermann
Derendorf. Zum Start führte Hochschul-Präsidentin Brigitte Grass über den Campus in Derendorf. 2018 sollen alle Fachbereiche auf dem neuen Areal vereint sein. Noch läuft nicht alles rund. Von Patrick Große

Fünf von sieben Gebäuden stehen schon auf dem neuen Campus der Fachhochschule, die sich nur noch Hochschule Düsseldorf (HSD) nennt. Bis 2018 sollen alle Fachbereiche auf das ehemalige Schlachthof-Areal an der Rather- und Münsterstraße umziehen. Seit dieser Woche besuchen die ersten Studenten ihre Vorlesungen auf dem neuen Gelände. Doch noch läuft nicht alles rund. Hier und da entdecken Besucher des Campus kleine Mängel. Präsidentin Brigitte Grass lud daher zu einer Führung über das Areal. Etwa 25 Studierende und Mitarbeiter sahen sich den Neubau genauer an.

Grass war anzusehen, wie stolz sie auf den neu errichteten Campus ist. "Wahnsinnsprojekt" nannte die Präsidentin den Neubau im Foyer von Gebäude vier. Erst im Februar zog hier das neue Audimax ein. In diesen größten Hörsaal des Campus passen 500 Personen. Sie nehmen Platz auf Stühlen in verschiedenen Rottönen. Und darauf ist Grass besonders stolz: Ein Farbkonzept sorgt für Orientierung in den Gebäuden. In nahezu jedem Raum sprach sie über die Bedeutung der Farben: "Bereiche, die fachübergreifend genutzt werden, sind rot." Jeder Fachbereich konnte sich seine Farbe selbst aussuchen.

In den größten Hörsaal der Hochschule passen 500 Personen. Die Plätze haben verschiedene Rottöne. FOTO: Endermann, Andreas (end)

Gebäude fünf war das erste Ziel der Führung. Nur wenige Räume sind hier bereits fertiggestellt. Die Elektrotechniker und Maschinenbauer werden daher erst zum Wintersemester einziehen. "Jetzt kommen wir in einen besonderen Hörsaal", kündigte Andreas Moritz, Dezernent für Gebäudemanagement, an. Es handelte sich um einen Chemie-Hörsaal. Vorne die chemischen Geräte, dahinter elf Stuhlreihen in verschiedenen Blautönen. Brigitte Grass verwies erneut auf das Farbkonzept, während Andreas Moritz einen schmalen Nebenraum präsentierte. In diesem Vorbereitungsraum werden demnächst noch Notfallduschen installiert. "Hier wird noch einiges passieren", so der Dezernent.

In Gebäude drei sorgte das Thema Barrierefreiheit für Diskussionsstoff. Die Führung, die bisweilen wie eine Werbeveranstaltung der Hochschule wirkte, nahm an Fahrt auf. Der Konflikt: Vor der Sporthalle in Gebäude drei befinden sich zwei Brandschutztüren, die im Ernstfall automatisch zufallen. Zwei Personen bemängelten, dass ein Rollstuhlfahrer das Gebäude nicht mehr ohne fremde Hilfe verlassen könne. Andreas Moritz ließ sich nicht auf die Diskussion ein und verwies darauf, dass der Campus barrierefrei gebaut wurde. Zum Schluss ging es in die Tiefgarage. Nach Fertigstellung aller Gebäude wird sie eine Fläche von 40.000 Quadratmetern haben. Eine Eigenschaft der Tiefgarage hob Grass hervor: Die Farben der Wände zeigen an, welches Gebäude darüber liegt.

Quelle: RP
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