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Derendorf
Ein Sommerfest mit Geschichtstour durch die Buscher Mühle

Derendorf: Ein Sommerfest mit Geschichtstour durch die Buscher Mühle
Hunderte Menschen sind zum Sommerfest der Derendorfer Jonges gekommen, das traditionell am letzten Samstag im August stattfindet. FOTO: andreas endermann
Derendorf. Für die Derendorfer Jonges ist es der absolute Höhepunkt des Jahres: Das Sommerfest in der Buscher Mühle findet traditionell am letzten Samstag im August statt. Viele hundert Menschen aus den umliegenden Stadtteilen strömten auch dieses Mal zu dem idyllischen Platz am Düsselufer und rund um die letzte intakte Mühle auf Düsseldorfer Stadtgebiet. Für sie hat die Mühle viel mit Heimatgefühl und Identifikation zu tun, ist gelebte Tradition. Bei schönem Wetter freuten sich die Menschen auf das bunte Programm. Auf der Bühne stand die rockige Coverband Candidates, die vor allem bei den jüngeren Besucher für gute Stimmung sorgte. Wer es etwas ruhiger mochte, der zog sich auf die Rückseite der Mühle zurück und genoss dabei Kaffee und Kuchen. Für die Kinder stand das Flinger Spielmobil bereit.

Das Sommerfest im Park an der Mulvanystraße bot eine gute Gelegenheit, das Innere der Wassermühle zu besichtigen, die ansonsten geschlossen ist und lediglich am Wochenende nach vorheriger Anmeldung öffnet. In der Mühle informierten sich die Besucher über die Geschichte des denkmalgeschützen Gebäudes, für deren Restaurierung und Erhalt sich die Derendorfer Jonges seit vielen Jahren einsetzen. Manfred Hebenstreit, Schriftführer des Bürgervereins, erzählte den Besuchern mit historischen Fotos und Karten sehr lebendig von der Geschichte des Gebäudes, das 1944 während des Zweiten Weltkrieges völlig zerstört worden war. Unbeschadet überstanden hatte den Weltkrieg nur das Mühlwerk. Drumherum wurde in den 50er Jahren das Gebäude dann nach historischen Vorlagen neu aufgebaut. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde die Wassermühle 1790 Ihr erstes Sommerfest an der Buscher Mühle hatten die Jonges 1992 gefeiert. Baas Andreas Dahmen war es damals gelungen, mit der Stadt einen Pachtvertrag auszuhandeln, der den Heimatfreunden die Mühle zu einem symbolischen Preis überließ. In Folge kümmerten sie sich um das Gebäude und hielten es in Schuss. Sie veranlassten unter anderem die weitere Instandsetzung des Wasserrades. Die Mühle wurde zu einem lebendigen Treffpunkt des Vereins mit seinen mehr als 300 Mitgliedern und das Sommerfest zu einer Institution. "Das Fest kam bei den Bürgern so gut an, dass wir es seitdem jedes Jahr feiern", so Hebenstreit.

(faja)
 
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