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Derendorf
Geisel will sich für Querung einsetzen

Derendorf: Geisel will sich für Querung einsetzen
Über die Sanierungsarbeiten an der Grundschule Essener Straße sprachen Schulleiterin Natascha (3.v.l.) Dörner und OB Thomas Geisel. FOTO: hans-jürgen bauer
Derendorf. Beim 20. OB-Dialog zog es Oberbürgermeister Thomas Geisel nach Derendorf, wo er seinen Rundgang an der Grundschule Essener Straße startete und später in der Zinskirche mit Menschen aus dem Stadtteil diskutierte. Von Nicole Kampe

Ein Küsschen für Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner (SPD), ein Küsschen für Iris Bürger, die aus dem Linksrheinischen als Vertretung für die Bezirksverwaltungsstelle zum 20. OB-Dialog gekommen war: Gut gelaunt startete Oberbürgermeister Thomas Geisel zum Rundgang durch den Stadtteil, wo ihm schon beim Treffpunkt an der Ecke Collenbach-/ Essener Straße das erste Problem im Stadtteil Derendorf geschildert wurde. Dort fordern Eltern schon seit Jahren einen Übergang für die Schüler, "die Kinder steigen aus, die Kinder steigen ein", sagt Ratsherr Markus Raub (SPD). Schnell wollten sie ihre Bahn noch erwischen und huschten über die Straße: "Es muss nicht erst etwas passieren, bevor man reagiert", findet Natascha Dörner, die Schulleiterin der Katholischen Grundschule Essener Straße. "Gerade mit Blick auf den tragischen Unfall in Wittlaer."

Auf der Blücherstraße ist eine ähnliche Situation nahe einer Schule entschärft worden, "dort wurde eine Ampel eingerichtet", sagt Geisel, der sich ein ähnliches Konzept für die Collenbachstraße vorstellet. Vor der Sommerpause hatte es dazu bereits einen Antrag gegeben in der Bezirksvertretung 1 (Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf, Golzheim), alle Fraktionen haben dafür gestimmt", sagt Marina Spillner, die jetzt auf einen Vorschlag aus der Verwaltung wartet. So gut gelaunt die Tour dann startete vorbei an Haupt- und Grundschule an der Essener Straße, weiter bis zum Münsterplatz, so schlecht meinte es das Wetter mit dem OB. Kurz suchte er Schutz im "Just Spices", dem neuen Gewürzladen an der Glockenstraße, setzte sich neben eine verdutzte Mitarbeiterin, bevor er seinen Knirps aufspannte und weiterzog zur Zionskirche.

So konnte Marlene Utke vom Verein "Wohnen in Gemeinschaft - Leben auf der Ulmer Höh'" ihre Nachrichten zwar nicht vor dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses mitteilen - gut waren sie dennoch: "Der Investor Dornieden hat uns Bescheid gegeben, dass das Miet-Wohnprojekt der WiG auf dem Südteil des Areals realisiert werden kann", sagt Utke (Seniorenrätin im Stadtbezirk 3), die mit den WiG-Mitgliedern fünf Jahre Arbeit investiert hat. Gefreut hats den OB, der sich dann gleich vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb ein bisschen mehr Tempo beim Verkauf des nördlichen Teils des ehemaligen Gefängnisses wünschte. Damit Derendorfer wie Renate Dropczynski bald erfahren, wie es weitergeht an der Ulmenstraße.

Ganz so friedlich sollte es dann nicht lange bleiben in der Kirche, Hella Forth zum Beispiel klagte über die intensive Geruchsbelästigung an der Frankenstraße, die nahe einer Fabrik verläuft. Mehrfach hat sich die Anwohnerin an verschiedene Ämter der Stadt gewandt, "die Nachfragen aber sind fehlgeschlagen", sagt Forth. "Wir glauben, dass der Fabrikant seine Lüfter nicht anschaltet." Unterstützung bekam sie von weiteren Anwohnern, die den OB zu einem Besuch auf ihre Terrassen einluden. Schwere Vorwürfe waren das für Geisel, "belastbare Beweise brauche ich", sagte er und verwies auf die Betriebsgenehmigung des Produzenten. Zum Leben in der Großstadt gehöre es für ihn dazu, dass Wohnen und Gewerbe nah beieinander liegen.

Quelle: RP
 
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