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Derendorf/Mörsenbroich
Seit 40 Jahren ein Zug für das Veedel

Derendorf/Mörsenbroich: Seit 40 Jahren ein Zug für das Veedel
Die Domino-Gruppe hatte sich ein regensicheres Kostüm ausgesucht. Beim Zug ist es aber zum Glück trockengeblieben. FOTO: anne orthen
Derendorf/Mörsenbroich. Nicht nur die Mörsenbroicher feiern den Zug. Inzwischen kommen auch viele Derendorfer. Von Stefanie Thrun

Beim allerersten Veedelszug, der vor 40 Jahren im Stadtteil Mörsenbroich organisiert wurde, war Anita Justenhofen schon dabei. Mit den Mörsenbroicher Frösch lief sie damals durch die Straßen, gestern stand sie dann mit der ganzen Familie am Wegesrand. Helau, Kamelle - das ganze Programm eben, das bei so einem Umzug nicht fehlen darf.

In Mörsenbroich ist Anita Justenhofen aufgewachsen, und für sie gehört der Veedelszug ganz fest zum Stadtteil und in die Nachbarschaft. Denn inzwischen ist der Zug auch für viele Derendorfer ein Stück weit eigener Veedelszug geworden. Schon im ersten Jahr sei die Beteiligung überwältigend gewesen. "Die Spatenstraße war schon damals voll mit Anwohnern, die Tische vor ihren Haustüren, aufgebaut haben", erzählte die 70-Jährige.

Über die Jahre hinweg haben sich die Teilnehmer allerdings deutlich gewandelt. Es kamen Schulen hinzu, Vereine sowie Institutionen, und heute sind auch Firmen und Freizeiteinrichtungen vertreten. So war neben einer Fußtruppe von "360Grad Zahn" auch eine Delegation des Kinder-Indoorspielplatzes "Ginos Kinderland" mit dabei. Auch die kleinen Privatpartys am Straßenrand sind weniger geworden. Dafür trafen sich die Jecken nun auf den Hauptplätzen am Hülsmeyerplatz und dem Spatenplatz. Auch wenn der Geburtstag kein jeckes Jubiläum war, gefeiert werden sollten die 40 Jahre trotzdem: Eine Bühne auf dem Spatenplatz war aufgebaut worden, auf der ein lustiges Programm geboten wurde. Der Spatenplatz erwies sich dadurch erneut als Dreh- und Angelpunkt, an dem der Zug nicht nur begann, sondern auch endete. Neben dem Bühnenprogramm gab es natürlich kulinarische Karnevalsklassiker wie Bratwurst und Erbsensuppe, aber auch Glühwein und 18 Kilogramm hausgemachten Kartoffelsalat, den Gabriele und Rosemarie Kurz sowie Ulla König seit vielen Jahren für das Biwak vorbereiten.

Ebenfalls 40 Jahre alt wurden in dieser Session die Gartenzwerge vom Faselbusch, die sich natürlich dem Jubiläumszug anschlossen. Mit dabei waren außerdem die KG Rather Aape, die St. Franziskus-Grundschule als "Franziskus Pharaonen" und die KG Närrische Marktfrauen mit ihrem Sellerieprinzen. Großes Glück hatten die Mörsenbroicher in Sachen Wetter. Als der Zug sich ab 11.11 Uhr bewegte, blieb es zwar grau, aber auch trocken. Und auch die Regentropfen später verdarben den Frohnaturen nicht die Laune.

Quelle: RP
 
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