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Derendorf
Wer kennt Rennfahrer Hugo Schmitz?

Derendorf. Der Autor einer Biografie über den Düsseldorfer ist auf der Suche nach Zeitzeugen.

Der Titel für die Biografie über den ehemaligen Rennfahrer Hugo Schmitz steht bereits, so wie fast das ganze Buch: Mit "Hugo - viel riskiert, oft gewonnen, alles verspielt" hat Wilfried Dieterichs seine Biografie über den ehemaligen Düsseldorfer Rennfahrer überschrieben. Doch für den Endschliff sucht der Mann aus Laatzen noch Düsseldorfer, die Hugo Schmitz kannten und wissen, wie die Gaststätte hieß, die die Eltern von Hugo Schmitz - Hermann und Mathilde Schmitz - im Eckhaus Kanonierstraße 14/Frankenstraße betrieben. Das Gebäude war während des Zweiten Weltkriegs zerstört worden.

Hugo Schmitz hatte in Derendorf 1935 als 14-Jähriger das Motorradfahren erlernt und war später als Rennfahrer von Erfolg zu Erfolg gerast. Die Biografie führt in die glorreiche Ära des deutschen Motorrad-Rennsports der frühen "Trümmerjahre" nach 1945 und ist verbunden mit vielen bekannten Namen und Persönlichkeiten. Mit einer selbstgebauten Maschine fing die Erfolgsgeschichte an, ab 1948 gehörte der damals 27-Jährige zur "ersten Liga" der Motorrad-Asse wie Heiner Fleischmann, "Schorsch" Meier, H.P. Müller, Harald Oelerich, Fritz Kläger, Roland Schnell, Friedel Schön, Hermann Gablenz, Hein Thorn Prikker und Carl Döring.

Als Test- und Vertragsfahrer für Horex, den damals populärsten Motorradhersteller der frühen Nachkriegszeit, holte Schmitz viele Siege. Damit schuf er sich in Bad Ems die Basis für ein eigenes Unternehmen mit Werkstatt, Tankstelle, Fahrschulen und namhaften Werksvertretungen. Motorsportbegeisterte aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den Nachbarstaaten schätzten seine Ideen und Verbesserungsvorschläge für Exklusivmodelle und ihn als verlässlichen und autorisierten Sonderausstatter. Seine Kunden lernten ihn als eigenwilligen "Paradiesvogel" kennen, der sie das ganze Jahr über mit Texaner-Hut, Cowboystiefeln und Baumwollhemd begrüßte.

Nicht nur auf Motorrädern blieb Schmitz immer sattelfest, auch als kühner Reiter, der sogar mit wilden Tieren umgehen konnte. Das hatte er schon als Soldat in Russland mit erbeuteten Kosakenpferden gelernt.

Kontakt unter dieterichswl@aol.com

Quelle: RP
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