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Düsseltal
1,2 Millionen Euro für den Zoopark

Düsseltal. Die Bezirksvertretung 2 hat die Neugestaltung des Parks im Zooviertel auf den Weg gebracht. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll für Wege, Beleuchtung und Bäume eine große Summe ausgegeben werden. Von Marc Ingel

Was lange währt, nimmt nun endlich Form an. Gartenamtsleiterin Doris Törkel hat in der Sitzung der Bezirksvertretung 2 grünes Licht für die Neugestaltung des Zooparks erteilt bekommen. Der Beschlussvorschlag auf Basis des Konzepts von Gartenamt, dem Landschaftsarchitekturbüro Greenbox und unter Einbeziehung der Vorschläge von Anwohnern wurde einstimmig angenommen. Der Startschuss soll nach Möglichkeit noch dieses Jahr fallen, verteilt auf drei Jahre werden dann rund 1,2 Millionen Euro in die Sanierung von Parkwegen und des Wasserhügels, dem Anlegen einer Joggingstrecke, der Ausbesserung der Beleuchtung sowie nicht zuletzt der Ergänzung und Neupflanzung von Bäumen, Sträuchern, Blühpflanzen und Landschaftsrasen investiert.

Dass in der längst nicht mehr so grünen und idyllischen Oase im Stadtteil etwas passieren musste, war spätestens 2014 nach den sichtbaren Schäden durch Orkan Ela, der Schneisen der Verwüstung hinterließ, unverkennbar. Doch nicht nur Bäume wurden entwurzelt, Bänke sind veraltet, die asphaltierten Wege gleichen einem Flickenteppich, der Wasserhügel an der Mathildenstraße ist defekt und stillgelegt.

In einem ersten Schritt wurden bereits Ende des vergangenen Jahres die Eingänge am Eisstadion und am Brehmplatz durch Pflanzungen symbolisch aufgehübscht. Anfang 2016 gab es zudem aus Spenden finanzierte, vorgezogene Pflanzmaßnahmen im äußeren Bereich des Parks. Mit dem Gesamtkonzept hat sich das Gartenamt aber Zeit gelassen und allein zwei Bürgerbeteiligungen durchgeführt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, mit der Arbeit zu beginnen. In der ersten von drei Bauphasen (voraussichtlich ab Herbst 2016) sollen vor allem die asphaltierten Wege saniert und die Wegeführung optimiert werden. Auch ein 800 Meter langer Jogginrundkurs mit einigen Meterangaben als Markierung auf dem Asphalt wird angelegt, als Start- und Zielpunkt ist jeweils ein neuer Trinkbrunnen in der Nähe des Eingangs am Brehmplatz angedacht. Der Sitzbereich dort wird verlegt, um die historische Sichtachse vom Haupteingang in den Park widerherzustellen. Dass dafür auch die dortigen Eiben fallen müssen, wurde in der Bezirksvertretung lange kritisch gesehen, inzwischen ließen die Politiker sich von der Notwendigkeit aber überzeugen. Es werden Blütengehölze gepflanzt, in dem Rasen Frühjahrsblüher gesetzt. Törkel versprach bei den Bepflanzungen insgesamt mehr Variabilität, die Artenvielfalt solle deutlich erhöht werden, inklusive einer Auswahl aus der Liste der Zukunftsbäume. Auch der alte Wasserhügel wird durch ein neues Fontänenfeld mit mehreren Düsen ersetzt. Die bestehende Beleuchtung wird in drei Teilbereichen ergänzt. Die Sanierung des ersten Teilbereichs (Kosten: rund 480.000 Euro) soll im Sommer 2017 nach Möglichkeit schon abgeschlossen sein.

In einem zweiten Schritt wird dann das Hauptaugenmerk auf den inneren Flanierweg gelegt. Die sanierungsbedürftige Ufermauer und die Sitztreppe am Zooteich werden erneuert, neue Wegeverbindung um den Zooteich und zur Ruine hergestellt, und an der Faunastraße soll ein Boulespielfeld entstehen. In der dritten Bauphase sollen schließlich neue Wegeverbindungen über die nördliche Düssel mit einer neuen Brücke realisiert werden. So wird eine direkte Verbindung zwischen Kinderspielplatz und Weiher geschaffen. Es entstehen Holzliegen am Zooteich, zwei neue Fitnessbereiche und ein Hochbeet für Urban Gardening.

Quelle: RP
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