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Düsseltal
Bürger-Ideen für einen neuen Zoopark

Düsseltal: Bürger-Ideen für einen neuen Zoopark
Viele Anregungen von Bürgern gab es gestern bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post. FOTO: bernd Schaller
Düsseltal. Der Andrang bei der mobilen Redaktion der Rheinischen Post war groß. Auch das Gartenamt war vertreten und nahm die Wünsche und Vorschläge der Bürger auf. Im Oktober beginnt das Verfahren für die Bürgerbeteiligung. Von Oliver Burwig, Marc Ingel und Torsten Thissen

Der Zoopark ist ein Herzensanliegen der Menschen aus Düsseltal. Wer das bisher noch nicht wusste, merkte es spätestens gestern bei der mobilen Redaktion der Rheinischen Post. Immer mehr Menschen kamen, um ihre Wünsche und Bedenken auch mit den Mitarbeitern des Gartenamtes zu teilen.

Das weiß offenbar um die Bedeutung des Parks für die Menschen, denn man war direkt mit zwei Mitarbeitern vor Ort. Die wiederum notierten eifrig, was etwa Bettina Rhode sagte. Sie plädierte für schnelle Entscheidungen und gegen große Beteiligungen der Bürger. "Das Planerische müssen Profis machen", sagte sie, "zu viele Köche verderben den Brei." Zu sehen sei das an der ihrer Meinung nach missratenen Gestaltung des Schillerplatzes. "Es muss hier etwas entstehen, das der Stadt wenig Arbeit macht", so ihre Überzeugung. Das dies gar nicht so leicht werden könnte, zeigte sich bei den Beiträgen anderer Bürger.

Michael Frieges hat exakt drei Forderungen: "Die Gänse müssen weg, die Hund dürfen nicht mehr frei laufen und etwas mehr Pflege könnte auch nicht schaden. Vor 50 Jahren hat hier mehr Ordnung geherrscht als heute." In diesem Sinne argumentiert auch Brigitta Lenz: "Die Leute müssen aufhören, die Gänse zu füttern. Und sie sollten mit Schildern darauf hingewiesen werden. Der Deutsche benötigen halt Schilder." Gösta Hahr sieht gar eine "Überpopulation an Gänsen". "Die Wiesen sind total abgeweidet, die Anzahl der Gänse und Enten muss wieder in den naturnahen Bereich sinken", sagt Hahr.

"Wir brauchen mehr Bänke im Schatten, die stehen doch alle in der knalligen Sonne", kritisiert Heinz Schmitz. "Früher konnte man die Bänke noch verschieben, inzwischen sind alle fest im Boden installiert", fügt Christa Teske hinzu.

Alexander Richter vom Gartenamt klärte die Anwesenden am RP-Mobil gestern auf, dass die Planungen für die Neugestaltung des Zooparks noch in einer sehr frühen Phase seien, es Mitte August auch eine Bürgerbeteiligung geben und frühestens Ende 2016 mit den Arbeiten begonnen werde. Der Teich, so Inge Pleis, müsse dann aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Albert Schmidt, früher selbst Stadtplaner, meint: "Es fehlt dem Zoopark an Atmosphäre. Man muss neue Räume schaffen und sollte dazu verstärkt auf große strauchartige Gewächse setzen. Die kippen bei einem Sturm auch nicht gleich um." Hilde Knoll empfindet die Wiesen als "versifft" und fordert: "Es muss mehr gemäht werden." Rosi Schramm kann nicht nachvollziehen, dass auf der Freifläche an der Ecke Brehmstraße/Graf-Recke-Straße kein Blumenbeet gepflanzt wird: "Wie sieht das denn aus?" Dem steht die Meinung eines Anwohners gegenüber, der mit Blick auf den beschränkten Platz im Park eine "Primelarchitektur" befürchte: "Für Blumenbeete ist der Park zu klein."

Auch der elfjährige Nils kam gestern zur Mobilen Redaktion: "Auf dem Spielplatz fehlt ein vernünftiges Klettergerüst. Und früher war das Wasser im Teich richtig in Bewegung, diese Fontäne gibt es auch nicht mehr. Warum eigentlich?", fragt er. Einige der anwesenden Bürger können sich auch eine Nutzungsänderung in Teilen des Parks vorstellen. "Man könnte einen kleinen Streichelzoo für Kinder einplanen", sagt Jana Jipp. Als Joggerin vermisse sie momentan Sportgeräte, die sie aus schwedischen Parks kenne: "Es gibt viele Jogger, die sich auch im Winter freuen würden, wenn es hier einen kleinen Fitness-Parkours gäbe." Auf den asphaltierten Wegen stört Hannelore Läufer die fehlende Trennung zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern: " Die Radfahrer müssten mehr Rücksicht nehmen. Helga Betz hingegen wünscht sich eine Boule-Bahn im Park. Und ihr haben im vergangenen Jahr die Blumenwiesen sehr gut gefallen. "Das wünsche ich mir auch für die Zukunft."

Quelle: RP
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