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Düsseltal
Das lange Warten auf die Haltestelle

Düsseltal: Das lange Warten auf die Haltestelle
Die "richtige" Haltestelle an der Sohnstraße ist noch gesperrt. FOTO: m. ingel
Düsseltal. Der Behelfs-Haltepunkt an der Sohnstraße ist noch in Betrieb, obwohl die Bauarbeiten fertig sind. Von Marc Ingel

Wolfgang Haas wohnt an der Rubensstraße und fährt oft mit der Buslinie 834. Die hat direkt um die Ecke an der Sohnstraße eine Haltestelle, für ihn wie auch für andere Nachbarn ein Katzensprung. Nun gab es an der Ecke zur Hans-Sachs-Straße ein anspruchsvolles Bauvorhaben, das dauert seine Zeit. Um den Arbeiten aus dem Weg zu gehen, wurde die Bushaltestelle provisorisch ungefähr 20 Meter vorverlegt.

Nun moniert Haas aber, dass die Bauarbeiten seit März fertig sind, das hübsche neue Haus mit einem gelungenen Mix aus Alt und Neu längst bezogen ist. Auch die Haltestelle mit überdachtem Wartehäuschen und allem, was dazu gehört, steht bereit und wartet auf ihre Inbetriebnahme, lediglich der Mülleimer fehlt noch. Allerdings ist die Behelfshaltestelle (Mast mit Schild und Fahrplan) immer noch in Betrieb. Und Haas fragt sich: "Warum nur?"

"Hier wohnen auch sehr viele ältere Menschen, die sich wirklich darüber freuen würden, wenn sie sich auch mal hinsetzen könnten, falls sie auf den ohnehin nicht unbedingt immer pünktlichen Bus warten müssen", erzählt der 74-Jährige. "Die halten sich jetzt notgedrungen an dem Mast fest. Das ist doch kein Zustand." Die Situation spitzt sich zu, wenn es auch noch regnet und die Menschen alle mit Blick auf das Wartehäuschen in Reichweite im Nassen stehen und bibbern. "Ich habe schon Kinder gesehen, die stellen sich in dem Häuschen unter und rennen schnell los, so bald sie den Bus kommen sehen. Aber dafür bin ich nun wirklich zu alt", sagt Haas.

Der Grund für die Verzögerung ist ein schmaler, etwa 50 Zentimeter mal zwei Meter langer Streifen in Bordsteinnähe, der nicht asphaltiert und mit zwei rote-weißen Baken abgesperrt ist. "So lange das nicht behoben ist, können wir mit dem Bus logischerweise nicht bis an den Bordstein heranfahren und die Haltestelle auch nicht in Betrieb nehmen", sagt Georg Schumacher, Sprecher der Rheinbahn.

Ein Sprecher der Stadt erklärt auf Anfrage: Im Zuge der Asphaltarbeiten des privaten Investors der angrenzenden Baumaßnahme würden gleichzeitig auch Arbeiten des Amtes für Verkehrsmanagement mit ausgeführt. "Aus verkehrlichen Gründen im Rahmen von Großveranstaltungen konnte der Asphalt bisher aber nicht eingebaut werden. Dies wird nun zeitnah nachgeholt."

Wolfgang Haas hat für die Verzögerungen nicht sonderlich viel Verständnis, nimmt diese aber mit Humor: "Zwei Eimer Asphalt und fertig. Das kann doch nicht so schwer sein."

Quelle: RP
 
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