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Düsseltal
Ein Central Park für Düsseltal

Düsseltal: Ein Central Park für Düsseltal
Die Händler um den Zoopark haben ihre eigenen Vorstellungen, wie dieser in Zukunft aussehen soll: Andreas Zeiss, Christine Rachner, Jakob Krebs, Pia Krebs, Ulf Montanus und Dominik Küppers (v.l). FOTO: David Young
Düsseltal. Bis zum nächsten Termin der Bürgerbeteiligung am 22. Oktober sammeln die Gewerbetreibenden am Zoopark schon Ideen für die Zukunft. Dieser könnte nach der Neugestaltung Picknickplatz, Konzert-Location und Erlebnisort sein. Von Oliver Burwig

Die Stadt will den Zoopark neu gestalten. Dabei geht es nicht nur um eine Sanierung der Wege und Grünanlagen, denn in die Planung sollen auch die Vorstellungen der Bürger einfließen. Diese haben im Sommer schon bei der mobilen Redaktion der RP einige Ideen gehabt, jetzt fanden sich auch die Gewerbetreibenden zusammen, um ein Konzept vorzustellen, das den Zoopark zu einem urbanen Lebensraum machen soll. Dabei griffen sie Elemente auf, die man aus amerikanischen und britischen Großstädten kennt.

Petra Krebs lebte mehrere Jahre in Kalifornien. In San Francisco lernte sie den "Cheesecake" lieben, den sie jetzt in ihrem Laden nahe des Zooparks verkauft. Sie wünscht sich den Zoopark als Picknickort, an dem Familien auf der Wiese sitzen und Kuchen essen, vorzugsweise natürlich Cheesecake. Die Körbchen will sie verkaufen, lediglich der Park müsste sich ändern, damit er ihren Vorstellungen entspricht: "Es müsste so etwas wie einen Picknick-Tag geben."

An einem zentralen Platz könnte sie sich eine Bühne wie die im Hofgarten vorstellen, auf der kleinere Bands spielen. Krebs, die im "Cheesecake" auch Bilder ihres Mannes ausstellt, fehlt im Park die urbane Kultur, die die großen New Yorker Parks auszeichnet: "Da treten immer Musiker auf, das schafft eine tolle Atmosphäre." Das findet auch ihr Mann Jakob: "Im Washington Square Park steht ein Klavier, auf dem jeder spielen darf, der will. Das ist ein absoluter Magnet." Ein Klavier im Zoopark? Ulf Montanus (FDP), der das Treffen organisiert hat, ist skeptisch - vor allem mit Blick auf die Anwohner.

Düsseldorf: Historische Bilder vom Zoopark FOTO: Stadtarchiv

"Da gibt es dann wieder einzelne Personen, die sich beschweren", sagt Montanus. Er spricht aus Erfahrung: Nach einer Beschwerde hätten Mitarbeiter des Ordnungsamtes schon einmal einer (nicht angemeldeten) Band auf einer FDP-Parteiveranstaltung am Zoopark den Stecker gezogen. "Man muss natürlich schauen, welche Einschränkungen es da gibt", entgegnet Krebs.

Auch die Grillkultur im Park, derzeit vom Ordnungsamt mehr geduldet als erlaubt, wollen die Händler fördern. Dominik Küppers von der "Metzgerei Waggershauser" plant dazu eine Partnerschaft mit dem Betreiber des Zoopavillons, Andreas Zeiss. Küppers will "Grillpakete" liefern, die Zeiss in seinem Pavillon direkt neben dem Zooeingang verkauft. Eine integrierte Grillstation, wie Montanus sie als Idee einbrachte, lehnt Zeiss allerdings ab: "Das wird nicht angenommen." Um den Zoopark für die vielen Jogger attraktiver zu machen, die den Park in den Morgen- und Abendstunden als Strecke nutzen, hat Montanus einen Plan. Statt die Wege wie bisher durch Barrieren einzugrenzen, könnte es eigene Strecken neben den Fußwegen geben, die den Laufsportlern vorbehalten ist.

"Es geht darum, aus dem Zoopark einen Sport- und Erlebnispark zu machen", sagt Montanus. Die Idee findet auch Zeiss gut: "Man könnte einen Trimm-dich-Pfad anlegen wie im Grafenberger Wald." Der Betreiber des Zoopavillons wünscht sich zudem, dass zukünftige Pläne die Historie des Parks stärker würdigen: "Es kommen immer wieder Besucher zu mir und fragen, wo denn hier der Zoo ist."

Seine Lösung: Hinweistafeln an den ehemaligen Standorten der Tiergehege und eine große Info-Stele am Parkeingang.

Quelle: RP
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