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Düsseltal
Goethe-Gymnasium wird erweitert

Düsseltal: Goethe-Gymnasium wird erweitert
So sollen Altbau (links) und Neubau des Goethe-Gymnasiums miteinander harmonieren. FOTO: Stadt Düsseldorf
Düsseltal. Im Mai des kommenden Jahres soll mit dem Bau begonnen werden. Insgesamt sollen die Maßnahmen 15 Millionen Euro kosten. Dafür gibt es eine Turnhalle unter der Erde, Klassen- und Verwaltungsräume sowie eine "Cook and Chill Area". Von Torsten Thissen

Das Goethe-Gymnasium in Düsseltal bekommt mehrere Erweiterungsbauten, darunter auch eine neue Zweifach-Sporthalle und eine Mensa mit "Cook an Chill Area" (Kochen und Entspannen). Insgesamt sollen die Maßnahmen rund 15 Millionen Euro kosten. Die Vorlage ist morgen im Rat der Stadt.

Der Erweiterungsneubau wird an der nord-westlichen Seite des bestehenden Schulgebäudes zur Lindemannstraße und zur Schumannstraße geplant. Derzeit wird die Fläche als Pausenhof sowie als Lehrerparkplatz genutzt. Diese Flächen werden nun verlagert, weshalb auch die Außenanlagen neu gestaltet werden müssen. Der geplante Baukörper besteht aus einer fast vollständig im Erdreich eingegrabenen Zweifach-Sporthalle und einem sich quer über die Halle spannenden Schul- und Verwaltungsriegel. Der Erweiterungsneubau ist an das Bestandsgebäude angeschlossen.

Der gesamte Neubau ist barrierefrei konzipiert und sowohl straßenseitig als auch zur Schulhofseite ebenerdig erreichbar. Alle Höhenunterschiede im Außengelände werden durch Rampen barrierefrei miteinander verbunden. Über eine Aufzuganlage können alle Geschosse des Neubaus und das Erdgeschoss sowie das erste und zweite Obergeschoss des alten Gebäudes barrierefrei erreicht werden. Zusätzlich erhält der Bau von 1911 einen Außenaufzug, der alle Geschosse inklusive der geplanten Mensa im Untergeschoss rollstuhlgerecht miteinander verbindet.

Die Baumaßnahmen sollen im Mai des kommenden Jahres beginnen und insgesamt 28 Monate dauern.

Notwendig ist der Umbau schon lange. So weisen etwa die Klassenräume teilweise nicht die für den Schulbetrieb erforderliche Größe auf. Auch der Sportunterricht muss teilweise in benachbarten Sportstätten, etwa der Heinrich-Heine-Gesamtschule erfolgen. Die 2009 eingeführte Übermittag-Betreuung für die Sekundarstufe I ist zudem übergangsweise in angemieteten Räumlichkeiten in der benachbarten evangelischen Matthäi-Kirchengemeinde untergebracht. Ein Zustand, der nach Ansicht vieler Eltern und Schüler auf Dauer nicht tragbar ist.

Besonderes Augenmerk haben die Planer auf die Barrierefreiheit gelegt. So werden etwa auch vier behinderten gerechte Toiletten eingerichtet: drei Behinderten-WC im Neubau, verteilt auf die verschiedenen Nutzungsbereiche, und eins im Bestandsgebäude in der Nähe der Mensa. Es wird auch auf eine kontrastreiche Gestaltung geachtet. Alle Raumbeschilderungen werden in ausreichender Größe und Höhe errichtet und mit Brailleschrift (für Blinde und Sehbehinderte) versehen. Alle WC-Anlagen, Dusch- und Waschräume, Umkleiden, Büros und Fluraufweitungen werden zusätzlich mit einer optischen Alarmierung versehen.

Außerdem wurde bei den Planungen besonders auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Die Wärmeversorgung etwa erfolgt über Fernwärme. Zur Beheizung werden Deckenstrahlplatten in der Sporthalle sowie Flach- und Röhrenheizkörper montiert. Die Heizungsanlage wird in Abhängigkeit von der Außentemperatur, der Raumtemperatur sowie den Betriebs- und Nutzungszeiten geregelt. Auch wird eine Lüftungsanlage eingebaut. So bleibt das Gebäude sogar 19 Prozent unter den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung.

Quelle: RP
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