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Düsseltal
Rheinbahn gibt Mädchen Einblicke ins Handwerk

Düsseltal. Das Nahverkehrsunternehmen schloss eine Lernpatenschaft mit der Heinrich-Heine-Gesamtschule ab. Von Maximilian Krone

Frauen in Blaumännern an Werkbänken - was in den meisten handwerklichen Betrieben eher als Ausnahme gilt, ist in der Ausbildungswerkstatt der Rheinbahn inzwischen Normalität. 15 Schülerinnen im Alter von 13 bis 14 Jahren der Heinrich-Heine-Gesamtschule treffen sich dort einmal pro Woche, um zu feilen und zu fräsen, um einen Einblick in das männerdominierte Handwerk zu erhalten. Nachdem die Kooperation seit nunmehr 22 Jahren besteht, wurde zwischen Schule und Unternehmen jetzt ein Lernpartnerschaftsvertrag unterzeichnet.

Solche Partnerschaften sollen dazu beitragen Schülern die Berufs- und Arbeitswelt näher zu bringen. "Dieses Projekt ist ein ganz besonderes und so in Düsseldorf einmalig, da es sich ausschließlich auf Mädchen fokussiert", sagt Michael Grütering von der Unternehmerschaft Düsseldorf. Die Schülerinnen besuchen alle die achte Klasse der Schule und erhielten schon früh einen Einblick in die Berufswelt. "Besonders im technisch-handwerklichen Bereich trauen sich Frauen zu wenig zu. Wir sehen aber, dass sich die Schülerinnen nach wenigen Wochen im Betrieb viel selbstbewusster in einer Werkstatt bewegen und gute Leistungen erbringen", sagt Technik-Lehrerin Maria Quesada. Die Pädagogin betreut das Projekt an der Gesamtschule.

Für Annette Günther, Schulleiterin der Heinrich-Heine Gesamtschule, bedeutet dieser Vertrag für alle Beteiligten enorme Vorteile. "Wir haben ein gemeinsames Interesse an den Schülern. Wir Lehrer wollen, dass sie einen erfolgreichen Weg einschlagen, und das Unternehmen will engagierte Nachwuchskräfte", sagt sie. Und darunter sind zunehmend junge Frauen. "Wir wollen mittelfristig den Frauenanteil in unseren Werkstätten deutlich erhöhen", sagt Rheinbahn-Arbeitsdirektor Klaus Klar. Denn dieser sei mit 13 Prozent momentan viel zu niedrig.

Bei den Absolventen seien derweil erste Erfolge zu sehen, hieß es. "Einige Schülerinnen haben sich nach der Schule für eine handwerkliche Tätigkeit oder ein Studium mit Technikbezug entschieden", sagt Quesada.

Quelle: RP
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