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Düsseltal
U71: Laut wie ein Presslufthammer

Düsseltal. Vor knapp einem Monat haben sich die Anwohner der Uhlandstraße zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, gemeinsam wollen sie gegen die neue U 71 vorgehen, die mitten durch ihre Straße fährt. Nun haben die Grünen im Stadtbezirk 2 zwei Lärmmessungen durchgeführt.  Von Torsten Thissen

Die Ergebnisse scheinen den Bürgern recht zu geben: Die Messungen haben Werte bis mehr als 100 Dezibel ergeben, berichtet Harald Schwenk von den Grünen in der Bezirksvertretung 2. Das entspricht in etwa der Lautstärke eines Presslufthammers.

Zweimal haben die Stadtteilpolitiker die Messungen durchgeführt, einmal war es nass, ein anderes mal trocken. Für Schwenk überraschend war es an dem trockenen Tag deutlich lauter als an dem Tag, als es geregnet hatte.

Zurückzuführen war dieser Umstand wohl darauf, dass die Straßenbahn auf nasser Strecke nicht quietscht. Die Spitzen waren vor allem eben jenem Quietschen geschuldet, das auch die Anwohner auf der Humboldtstraße in Düsseltal so beklagen.

Immerhin waren bei nasser Witterung Lautstärken um die 90 Dezibel festzustellen. Das ist der Lärmwert, den man bei Motorsägen, Winkelschleifern oder LKW messen kann. Zum Vergleich: 60 bis 80 Dezibel erreichen laute Gespräche oder ein vorbeifahrendes Auto, 110 Dezibel laut ist die Musik in einer Diskothek, 120 Dezibel ist der Lärm, den ein startender Düsenjet von sich gibt. 40 bis 60 Dezibel ist ein normales Gespräch.

Die Bürgerinitiativen an der Uhlandstraße und der Humboldtstraße wollen, dass die U 71 nicht mehr durch das Wohngebiet fährt, sondern die Gleise auf der jetzt schon viel befahrenen Lindemannstraße nutzt und von dort auf die Grafenberger Allee einbiegt.

Quelle: RP
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