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Düsseltal
Zoopark: Törkel weist Kritik zurück

Düsseltal. Die Umgestaltung des Zooparks, der von Sturm "Ela" verwüstet worden war, wird von vielen Anwohnern sehnsuchtsvoll erwartet, die Pläne der Stadt aber von einigen auch mit kritischen Augen betrachtet. Den Vorwurf, dass die Stadt mit dem Projekt Steuergelder verschwenden werde, weist die Leiterin des Gartenamts, Doris Törkel, zurück. Von Semiha Ünlü

So liege man mit einem voraussichtlichen Kostenvolumen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro angesichts eines Parks dieser Größe und der Arbeiten, die vor Ort vorgenommen werden sollen, "im mittleren Standardbereich", sagte Törkel auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Stadt will die zwölf Hektar große Anlage umgestalten und hatte im Zuge einer Öffentlichkeitsbeteiligung Bürgern die Ideen dafür vorgestellt. Die Pläne sehen unter anderem die Erneuerung des Uferbereichs, einen Flanierweg entlang des Zooteichs, die Ausbesserung der Wege sowie Neupflanzungen vor. Die historische Grundstruktur der Parkanlage, die von Alfred Brehm als zoologischer Garten gebaut und 1876 eröffnet worden war, soll aber erhalten bleiben.

Dass der Park - wie ein Anwohner es meint - bereits aus eigenen Kräften die Schäden durch Sturm Ela behoben habe und daher nicht für viel Geld ausgebessert und neugestaltet werden müsse, verneint Doris Törkel. So habe man nach "Ela" 158 Bäume als "Totalschaden" einstufen müssen, mit der Pflanzung von 48 Bäumen werde man erst demnächst beginnen, so Törkel. Auch hunderte Sträucher müssten noch gepflanzt werden. Zudem müssten vor Ort viele Wege erneuert und Stolperfallen beseitigt werden. Da der Zoopark bei vielen Bürgern sehr beliebt sei, wolle man auch die Aufenthaltsqualität erhöhen, unter anderem durch mehr Sitzbänke. "Das zeigt, wie viel Arbeit wir vor Ort haben", sagte die städtische Angestellte.

Um das "Gänseproblem", das ein Tierschützer und ein Anwohner angesprochen hatten, kümmere man sich schon so gut es - auch angesichts gesetzlicher Tierschutzvorgaben - gehe: Um die Fütterung zu verhindern, seien Mitarbeiter des Ordnungsamts im Einsatz, die auch Bußgelder verhängen würden. Zudem wolle man versuchen, die von den Gänsen als Brutplatz genutzte "Insel" im Park für Schwäne interessanter und auf diese Weise den Park für Gänse unattraktiver zu machen.

Quelle: RP
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