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Düsseltal
Zweite Bauphase startet im Herbst

Düsseltal. Mit 170.000 Euro wird die Bezirksvertretung 2 den nächsten Wiederaufbau-Abschnitt im Zoopark bezuschussen. Unter anderem soll die Wasserterrasse saniert werden. Von Nicole Kampe

Ein Erinnerungskästchen steht auf Doris Törkels Schreibtisch, in dem sie gute Nachrichten aufbewahrt. Oft kommen sie nicht, die positiven Rückmeldungen, so wie das immer ist, wenn alles gut läuft. Neulich aber bekam die Gartenamtsleiterin so eine E-Mail, die sie unbedingt ausdrucken musste, an die sie sich noch lange erinnern will. Die Frau bedankte sich für die tollen Fortschritte im Zoopark, es sehe aus, als ob jemand mit der Schubkarre voller Farbe durch den Park gezogen ist, stand in der Mail. "Das haben wir versprochen", sagt Törkel, die in der Bezirksvertretung 2 (Düsseltal und Flingern) die Pläne für den zweiten Bauabschnitt vorstellte und für die sie ordentlich Werbung machte bei den Stadtteilpolitikern, damit sie der Finanzierung zustimmen. 470.000 Euro werden die Arbeiten kosten, die im Herbst starten. Einstimmig beschlossen die Bezirksvertreter den Zuschuss von 170.000 Euro, der aus den bezirksbezogenen Baumitteln kommt.

Kernthema des zweiten Bauabschnitts wird die Sanierung der Wasserterrasse sein. Die in die Jahre gekommene Ufermauer sowie die Sitztreppe am Zooteich werden erneuert. Stauden, die um das Wasser gepflanzt werden, sollen in den verschiedenen Jahreszeiten blühen und nicht viel Pflege benötigen, wie Törkel sagt. Holzliegen werden auf der Wiese aufgestellt, "im Augenblick sind drei Modelle im Test", sagt Törkel, "die besonders zerstörungsresistent sind". Die kleine Insel auf dem Teich wird hergerichtet, damit dort Schwäne nisten können. "Wo Schwäne sind, siedeln sich in der Regel keine Gänse an", sagt Doris Törkel. Am ehemaligen Spielplatz an der Faunastraße wird ein Boulefeld angelegt, die Hauptwege, die durch den Park führen, sollen besser beleuchtet werden. Neue Wege um den Zooteich sind geplant.

Viele Schäden hat Orkan Ela angerichtet, "er hat uns aber auch die Chance gegeben, den Park in einer Dimension umzubauen, wie es vorher nicht möglich gewesen wäre", sagt Silke Wiebrock vom Gartenamt. 30 Jahre habe der Park im Dornröschenschlaf verbracht, "das Konzept, das trotz knapper Kassen entwickelt wurde, ist toll", findet Michael Kendura von der SPD. Auch wenn er und seine Kollegen aus der BV anfangs Bauchschmerzen hatten ob der beträchtlichen Summe, die sie aufbringen müssen - "der Zoopark ist unser grünes Herzstück, und wir geben ein gutes Signal an den Stadtteil", sagt Kendura.

Beim Thema Urban Gardening, das Törkel und Kollege Alexander Richter in der BV angeschnitten haben und das in einem dritten Bauschritt im Herbst 2018 realisiert werden soll, ist Brigitte Reich von den Grünen hellhörig geworden. "Wer soll das Angebot nutzen und wie wird das Ganze gepflegt?", fragt die Politikerin. Ansprechpartner soll dafür das Gartenamt sein, kümmern sollen sich die Mitarbeiter aber nicht. Die Besucher des Zooparks würden in die Pflicht genommen, "wenn niemand Interesse zeigt, dann werden wir kein Urban Gardening umsetzen", sagt Törkel. Auf der To-do-Liste stehen außerdem die zusätzliche Brücke, die über die Düssel führt, ein Ballfangzaun und der Bolzplatz. "Und wir wollen das Fitness-Angebot im dritten Abschnitt ausbauen", verrät Richter. Outdoor-Trainingsparks sollen entstehen, so genannte Calisthenics - funktionelle Krafttrainingstationen wie Klimmzugstangen und Barren.

250.000 Euro wird der letzte Bauabschnitt kosten, der im Gegensatz zu den vorangegangenen komplett aus den Bauunterhaltungsmitteln der BV 2 finanziert werden soll. "Wir werden wiederkommen", verspricht Törkel, wenn die Stadtteilpolitker ihre Zustimmung geben müssen, irgendwann im nächsten Frühjahr, bevor die Stadt die geplanten Arbeiten ausschreibt.

Quelle: RP
 
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