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Eller
2000 Gäste bei Kneipentour in Eller

Eller. 17 Lokale beteiligten sich an der Veranstaltung der Werbegemeinschaft. Mehrere Anwohner beschwerten sich wegen Ruhestörung. Von Nicole Esch

"Darf ich mal das grüne Bändchen sehen?" Das dürfte am Samstagabend die meistgestellte Frage in Eller gewesen sein. Grund dafür war die dritte "individuEller Kneipentour", die von der Werbegemeinschaft Eller veranstaltet und von der Agentur Livemusik Düsseldorf organisiert wurde. Rund 2000 Gäste nutzten die Gelegenheit, für neun Euro in 17 Kneipen zu feiern und Livemusik zu erleben. Erstmalig beförderten zwei Shuttlebusse die Besucher zu den Gaststätten. "Der Shuttlebus ist in den letzten Jahren super angekommen. Wegen der Band darin, war immer eine tolle Stimmung", sagte Organisator Michael Pape. "Allerdings war der Busfahrer ein wenig überfordert." Daher gebe es jetzt ein zusätzliches Fahrzeug. Trotzdem waren vor den immer noch überfüllten Bussen viele enttäuschte Gesichter zu sehen.

Um die Nachbarn nicht zu stören, fingen einige Gaststätten schon recht früh mit ihrem Liveprogramm an. So ging es in der Klein Eller Stube bereits um 18 Uhr mit der Band Midnight Train los. "Wir sind die Einzigen, die Country anbieten", sagte Wirtin Ute Philipp. Dem Ehepaar Elisabeth und Manfred Diether gefiel es. "Wir sind seit der ersten Kneipentour dabei. Die Bands waren bisher alle gut. Im Franz Ratte gab es letztes Jahr tolle Oldies." Dort zog es sie an diesem Abend auch wieder hin.

Bei dem schönen Wetter spielte sich auch viel vor den Kneipen ab. Vor dem Im alde Bültmann klingelten die Straßenbahnen die Menschen immer wieder von der Straße. Die Betreiber von Franz Ratte waren glücklich darüber, die Außenfläche der benachbarten Eisdiele mit nutzen zu dürfen. Im vergangenen Jahr war es drinnen so voll, dass auch die Kellner kaum noch durch kamen. Minou und Oliver Seib kamen gerade vom Hansens. "Es ist schön, dass die kleinen Kneipen aus den vergangenen Jahren gelernt haben und jetzt auch draußen etwas machen." Bei Hansens wurde ein Bierwagen vor der Tür aufgestellt. Dafür habe sich die Gaststätte eine Genehmigung von der Stadt holen müssen, berichtete Pape.

Im Brauhaus Fuchsjagd hörten die Seibs sich die Acoustic Waves an. Danach wollten sie noch zu Peters Biergarten. "Das ist eine tolle Location. Wir sind oft da. Das liegt auch so, dass man keinen stört." Alle Gaststätten könne man aber auf keinen Fall besuchen. Das ginge zeitlich einfach nicht, so Oliver Seib. Daher fände er es schön, wenn die Tour über zwei Tage ginge.

Das En de Möhl füllte sich schlagartig, als die Band Framic zu spielen begann. Ganz vorne saßen die treusten Fans der Gruppe: Jutta Trott, Gudrun Meyer und Annette Lay. Schon seit vielen Jahren begleiten sie die Band, wo auch immer sie spielt, sei es nun auf der Nordsee-Insel Norderney oder an der Mosel. "Der Termin an der Mosel ist Kult. Da mieten wir mit unseren Freunden sogar eine ganze Pension", erzählte das Trio. Besonders die Stimme des Sängers Michael Pape, jener der auch die Kneipentour organisierte, hat es Meyer angetan. "Er könnte jede Nacht an meinem Bett sitzen und mich in den Schlaf singen", sagte sie und lachte.

Bis 1 Uhr wurde eifrig gefeiert. Leider nicht zur Freude aller. Einige Anwohner riefen das Ordnungsamt, da es ihnen zu laut wurde. Trotzdem sind die Organisatoren zufrieden mit ihrem Erfolg und freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Quelle: RP
 
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