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Eller
Eine Familie voller Könige

Eller: Eine Familie voller Könige
Feierten gestern den wichtigsten Tag ihrer Regentschaft (v.l.): Königin Brigitte und Peter Werner und Jungschützenkönigin Charlotte Hoffmann mit Fabian Werner. FOTO: Endermann, Andreas (end)
Eller. Für die Werners war das Schützenfest in Eller Höhepunkt eines spannenden Jahres. Die Familie stellt drei der fünf Könige des Vereins. Von Laura Ihme und Andreas Endermann (Fotos)

Angefangen hat alles mit dem alten Oswald, sagt Peter Werner. Gemeint ist damit sein Großvater Erich Ostwald. Der ist nämlich damals, vor vielen, vielen Jahren den Schützen in Eller beigetreten und hat damit den Grundstein für eine generationenübergreifende Familientradition gelegt: Denn auch heute noch sind Peter Werner, seine Geschwister, Cousins, Neffen und Kinder Mitglied bei den Schützen. Am Wochenende feierten sie beim großen Heimatfest ein ganz besonderes Jahr: Drei der fünf Schützenkönige in und um den Verein stammen aus der Familie Werner.

Da wäre zum einen Peter Werner selbst. Noch bis heute Abend ist er der Regimentskönig der Elleraner Schützen. Königin an seiner Seite ist seine Frau Brigitte. Werners Neffe Fabian war Jungschützenkönig, sein Großcousin Oliver Thiem ist Stadtkönig der Jungschützen. Lediglich Schülerprinz Niklas und Pagenkönig Marvin gehören dem Clan nicht an. Naja, zumindest sind sie nicht blutsverwandt, aber die Schützen sind eine große Familie, da sind sich die Werners und ihre Mitstreiter einig.

"Ich bin zwar quasi in den Verein hineingeboren worden, aber wir haben so eine tolle Gemeinschaft hier, dass ich auch gerne mit dabei bin", sagt Fabian Werner. Im Rückblick auf sein Jahr auf dem Thron kann er sich gar nicht so recht entscheiden, was im am besten gefallen hat: die vielen Besuche bei den anderen Vereinen, die Feiern, das Schießen aller Düsseldorfer Jungschützen oder doch das große Fest? "Irgendwie alles", meint er. Das sieht sein Onkel Peter Werner ganz ähnlich, wobei für diesen dennoch feststeht: "Die Parade ist etwas ganz Besonderes, und der Festsonntag ist auch der wichtigste Tag für uns Königspaare."

In perfekt gerichteter Uniform und schickem Ballkleid stellten sich die Majestäten deshalb gestern Nachmittag vor dem Rathaus auf dem Gertrudisplatz für die Parade mit ihren Ehrengästen auf - dem launischen Regenwetter zum Trotz. Man ist ja schließlich nur einmal König. Wobei: Peter Werner war auch schon mal Jungschützenkönig, im Jahr 1988, und sein Neffe könnte sich nun vorstellen, auch mal Regimentskönig zu werden. "Aber erst in ein paar Jahren, das Jahr war jetzt schon aufregend genug", sagt der 17-Jährige, der derzeit eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker macht. Seine Königin Charlotte Hoffmann stimmt ihm zu: "Wir waren ja fast jedes Wochenende unterwegs." So wirklich ein Ende haben wird das für die 15-Jährige jetzt aber nicht: Ihre Schwester ist die neue Jungschützenkönigin.

Ihr und ihrem König geben die alten Majestäten vor allem einen Rat mit auf den Weg: "Genießt jeden einzelnen Tag", sagt Fabian. Das rät auch Peter Werner seinem Nachfolger, der heute Abend gekrönt wird. "Und ich wünsche ihm, dass er sich selbst immer treu bleibt während seiner Amtszeit. Das ist nämlich gar nicht so einfach, wenn man plötzlich überall den Verein repräsentiert", sagt Peter Werner. Er ist sich sicher: Seine Familie wird auch in den nächsten Jahren wieder die Königswürde erlangen. Dem alten Oswald sei Dank.

Quelle: RP
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