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Eller will erster Stadtteil ohne Plastiktüten werden

Eller: Eller will erster Stadtteil ohne Plastiktüten werden
Sylvia Prickler von Blumen Prickler verbannt in ihrem Geschäft die Plastiktüte. Der "Ellersack" ist eine Alternative zur Tüte. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Eller. Es ist noch ein ziemliches Stück Arbeit, bis es soweit ist, aber am Ende soll Eller der erste Stadtteil sein, der frei von Plastiktüten ist. Zumindest wenn es nach der Werbegemeinschaft Eller geht. Von Torsten Thissen

Einstimmig hat die auf ihrer Jahresversammlung beschlossen, die Plastiktüten aus den Geschäften zu verbannen. "Wir sind nun in der Phase, in der wir mit den Geschäftsleuten reden und vor allem auch über Alternativen für die Tüte nachdenken", sagt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Jürgen Hagendorn. Eller macht ernst. Und die anderen Stadtteile in Düsseldorf sollen folgen. So hat es auch der Umweltausschuss beschlossen.

Hintergrund ist ein Vortrag der Initiative "Plastiktüten verhüten", den sich die Geschäftsleute angehört haben. Sie ließen sich überzeugen, es geht auch ohne. Bei Blumen Prickler etwa hat man es sofort umgesetzt. Dort gibt es nur noch Papiertüten und natürlich den "Ellersack", eine Tasche, die die Werbegemeinschaft schon vor einiger Zeit herausgegeben hat.

Davon wollen Hagendorn und seine Mitstreiter nun mehr bestellen, auch um den Ellersack damit billiger zu machen. "Denkbar ist auch, dass sich vielleicht ein Sponsor findet, der sich sein Logo auf den Jutesack vorstellen kann", sagt Hagedorn. Allerdings seien das noch Überlegungen. Festgemacht ist noch nichts.

Denn es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Bei den Händlern auf dem Markt etwa. Die will die Werbegemeinschaft in den kommenden Wochen von den Vorteilen von Sack oder Papiertüte überzeugen. "Das wird nicht so ganz einfach", glaubt auch Hagendorn. Besonders bei Obst und Gemüse sieht er hier noch Aufklärungsbedarf.

Aber auch die Verbraucher müssen an den Verzicht auf Plastiktüten erst herangeführt werden. Dies soll in Eller eine zehnte Klasse der Dieter-Forte-Gesamtschule übernehmen. Ebenfalls soll sie die Umstellung auswerten. Die Erkenntnisse der Befragungen sollen auch anderen Stadtteilen und Werbegemeinschaften zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, Eller noch in diesem Jahr von der Plastiktüte wegzubekommen, sagt Hagendorn. Seine Werbegemeinschaft will zudem noch die Bezirksvertretung des Stadtbezirks 8 einbinden. Erster Schritt ist ein Fragebogen, der nun an die Händler verschickt wurde, darin auch die Frage, wo man grundsätzlich bereit sei, die Werbegeinschaft bei ihrem Vorhaben zu unterstützen.

Quelle: RP
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