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Eller
Gumbertstraße und ganz Eller feiern

Eller: Gumbertstraße und ganz Eller feiern
Zahlreiche Besucher waren am Wochenende rund um den Gertrudisplatz und die Gumbertstraße unterwegs. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Eller. Das Stadtteilfest rund um dem Gertrudisplatz gibt es schon seit einem Vierteljahrhundert. Geboten wurden viel Musik, natürlich eine Menge zu essen - und zahlreiche Aktionen. Von Stefanie Thrun

Am Samstag herrschte an den Ständen auf dem Gertrudisplatz und auf der großen Bühne schon gute Laune. Und am Sonntag konnte man sich beim großen Gumbertstraßenfest dann sogar über gutes Wetter freuen, als endlich die Sonne herauskam. Außerdem gab es Trödelmarktstände und einen verkaufsoffenen Sonntag. Das beliebte Stadtteilfest kann bereits auf eine ein Vierteljahrhundert andauernde Geschichte zurückblicken: Vor 25 Jahren hieß die Werbegemeinschaft die neue Stadtbahnlinie mit der ersten Auflage des Festes willkommen, das sein Gesicht inzwischen sehr verändert hat. Ob mit Bauchtanz, Boogie-Woogie-Klängen oder dem Mitmach-Programm der Tanzbar: Auf der Bühne wurde vieles geboten, das gute Laune machte. Aber auch auf den Straßen rund um den Platz gab es einiges zu entdecken. So waren entlang der Gumbertstraße zahlreiche Trödelmarktstände aufgebaut worden, an denen Anwohner einiges zum Verkauf anboten. Eine mittlerweile zur Tradition gewordene Tombola gab es beim Haushaltswarengeschäft Walgenbach, der Erlös ist für die Kinderkrebshilfe bestimmt.

Und während auf der großen Bühne des Gertrudisplatzes zu moderner und Kindermusik getanzt wurde, gab es auf einer kleinen Bühne an der Robertstraße auch klassische Klänge zu hören. Zwischen dem 7. und 10. September war der "Blaue Eumel" in Düsseldorf unterwegs gewesen und machte dabei auch Station an der Feiermeile in Eller. Der mit einem Flügel beladene Oldtimer-Laster verwandelte sich in kürzester Zeit in eine kleine Bühne und beherbergte Musiker, Schauspieler und Künstler, die ein bisschen "mobile Kunst" mit nach Eller brachten. Für die auf der Straße aufgestellten Stühle und Bänke fanden sich schnell dankbare Nutzer, die das Programm begeistert verfolgten - quasi in direkter Nachbarschaft der Schlangen bei der Walgenbach-Tombola und des gegenüberliegenden Bierstandes, der ebenfalls gut frequentiert war.

Der gute Zweck stand übrigens nicht nur beim Losverkauf im Mittelpunkt. Bei einem kleinen Basar vor der Pfarrkirche St. Gertrud gab es Selbstgestricktes, Selbstgekochtes und in diesem Jahr sogar "Selbst-geimkertes", also Honig. Renate Schillinger verkaufte wie in jedem Jahr wieder selbst gestrickte Socken in allen Größen und Farben. "Für ein Paar brauche ich, je nach Größe, zwölf bis fünfzehn Stunden", berichtet sie. Verkauft werden die Paare dann für elf bis 16 Euro, ebenfalls abhängig von der Größe. Seit Weihnachten hat Schillinger wieder fleißig gestrickt - und was am Wochenende nicht verkauft wurde, bekommt ein paar Monate später auf dem Weihnachtsbasar der Kirche eine neue Chance. Ihre Standnachbarin Brigitte Schneider ist Imkerin und steuerte den Honig zu dem Stand bei.

Aber nicht nur das Bühnenprogramm und die Einkaufsmöglichkeiten waren am Wochenende vielfältig. Auch kulinarisch hatte Eller so einiges zu bieten. Neben den Fest-Klassikern wie Würstchen, Reibekuchen, gebrannten Mandeln und Zuckerwatte, gab es diesmal unter anderem auch vietnamesische Baguettes und getrocknete Früchte aus aller Welt.

Darüber hinaus feierte der Stadtteil auch kreativ. In den nächsten Monaten werden die Stromkästen im Stadtteil von der Neander Art Group mit humorvollen Motiven bemalt, damit sie nicht mehr heimlich beschmiert werden. Der Startschuss für die Aktion wurde beim Stadtteilfest gegeben.

Quelle: RP
 
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