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Eller
Haus an Gumbertstraße 107 wird abgerissen

Eller. Das alte Haus an der Gumbertstraße 107 muss einem neuen Wohn- und Geschäftshaus weichen. Die Bezirksvertreter sprachen sich in ihrer Sitzung mit neun Stimmen für den Abriss aus, zwei Mitglieder stimmten dagegen. Vor allem Holger-Michael Arndt von den Grünen hatte sich noch einmal vehement für den Erhalt des Hauses stark gemacht. "Warum haben wir eine Erhaltungssatzung?", fragte er und unterstützte die Argumentation des Historikers Ulrich Brzosa. Dieser datiert den Bau des Hauses auf die Zeit um 1870, es zähle somit zu den ältesten Häusern an der Gumbertstraße. Seine Ausführungen hatte er verschiedenen Bezirksvertretern vorab zukommen lassen.

Nicola Seegers von der Bauaufsicht erklärte, sowohl die Experten von der Denkmalschutzbehörde als auch vom Planungsamt hätten keine Hinweise darauf gefunden, dass das Haus erhaltenswert sei, daher bestünden auch keine Bedenken gegen den Abriss des Gebäudes. Beispielsweise sei kein Fassadenschmuck vorhanden.

Politiker der CDU baten darum, dass beim Neubau darauf geachtet werden solle, dass die Fassade des neuen Hauses an die Nachbargebäude angepasst gestaltet wird.

Seegers stellte klar, dass der Investor nicht zu solch einer Maßnahme verpflichtet sei. "Es gibt keine rechtliche Handhabe, das durchzusetzen."

(stz)
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