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Eller
Kneipentour gewinnt immer mehr Fans

Eller: Kneipentour gewinnt immer mehr Fans
Nicht nur in der Trattoria "Mischmasch" Am Hackenbruch herrschte bei der Wandernacht großer Andrang. FOTO: David Young
Eller. Die zweite musikalische Wandernacht belebt die Kneipenkultur im Süden der Stadt. 18 Gaststätten nahmen an der Aktion teil. Erstmals bringt ein Shuttle-Bus die Gäste von einer Kneipe zur nächsten. Von Nicole Esch

Bon Jovis "It´s my Life" und lautes Stimmengewirr ertönen aus dem "Mischmasch". Die Trattoria ist eine der achtzehn Gaststätten, die an der 2. individuEller Kneipentour teilnehmen. Schon eine halbe Stunde nach Start ist das Lokal überfüllt. "Letztes Jahr kamen die Leute nicht mehr rein", erzählt Sandra Raffaele, die Pächterin. "Darum haben wir dieses Jahr noch eine Terrasse, um alles etwas zu entzerren." Gut gelaunt wirbeln sie und ihr Team durch die Trattoria. "Für unseren Stadtteil ist es gut und wichtig, dass mal was passiert", sagt sie.

Die Partyband BackUp schlägt bei den Gästen voll ein. "Da capo" rufen einige Zuhörer. "Die Band hier ist super", findet Alexandra Adam aus Solingen. Die Eller Kneipentour besucht sie das erste Mal, aber in Hilden sind sie und ihre Freunde immer dabei. "Wir sind die Hildener Hardcore-Fans." Während viele Besucher sich abwenden, als der Sänger zum Duett auffordert, ist Adam sofort dabei. Auch die Band hat Spaß. "Die Stimmung und die Verpflegung sind klasse", findet Andre Horst. Sein Bandkollege Bernd Kohlbrenner ergänzt: "Live-Events gibt es selten. Das ist schon was anderes, als wenn es aus der Dose kommt. So ein Event wertet den Stadtteil auf."

Auf geht es zur nächsten Location. Der Shuttlebus, der dieses Jahr zum ersten Mal zum Einsatz kommt, ist gut gefüllt. Die Hochhaus Oldieband sorgt für gute Stimmung und bringt die Passagiere zum Mitsingen. Kneipen, die weiter entfernt liegen, wie Peters Bierstube am Unterbacher See, können jetzt ohne Probleme an der musikalischen Wandertour teilnehmen. Auf der Gumbertstraße ziehen die Menschen in Gruppen von einer Wirtschaft zur nächsten. Einige nutzen zur Orientierung das Navi ihres Handys. Harald Henkel aus Borken ist mit seinen Freunden aus der Altstadt unterwegs zum "En de Möhl". Der ehemalige Düsseldorfer ist zum ersten Mal dabei. "Ein Freund hat für uns reserviert. Der fand es letztes Jahr so gut", erzählt er. "Das wird für uns das Warm-up für das Fortunaspiel morgen."

Vor "Franz Ratte" hat sich eine lange Schlange gebildet. Einige Frauen ziehen enttäuscht weiter. "Wir haben schon überlegt, ob wir die Leute noch reinlassen, berichtet Kirsten Obst, die Inhaberin. "Es war sehr früh sehr voll." Obst freut sich über den großen Erfolg. "Es ist anstrengend, macht aber viel Spaß. Das darf man nicht verpassen", findet sie. "Man muss den Leuten etwas geben. Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei."

Auch "Im alde Bültmann" herrscht gute Stimmung. Während die Gäste ausgelassen feiern, geht es hinter der Theke hektisch zu. Für den Inhaber Can Wüsthoff ist das Ganze eine neue Erfahrung. Er hat das Lokal erst kürzlich übernommen. "Es läuft besser als erwartet", meint Wüsthoff. Markus Föderl aus Eller ist extra wegen der Musik im "Bültmann". Letztes Jahr hat er in jeder Location gefeiert. "An die letzten kann ich mich nicht mehr erinnern", lacht er. "Da hatte ich schon zu viel getrunken." Auch dieses Jahr möchte er überall mal reinschauen. Wieder einmal ist die individuEller Kneipentour ein Erfolg, der zum Nachmachen anregt. Sowohl die Werbegemeinschaft Nordstraße als auch Bilk haben Interesse gezeigt. Ralf Hansen von der Werbegemeinschaft Eller ist begeistert. "Letztes Jahr waren die Gastronomen anfangs noch skeptisch", berichtet er. Dieses Jahr haben wir sechs Lokale mehr dazugewonnen."

Quelle: RP
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