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Eller/Wersten
Neue Bäume für den Abstellbahnhof

Eller/Wersten. Anwohner leiden unter Lärm durch Züge, die teils tagelang vor ihren Häusern stehen und rattern. Als natürlicher Lärmschutz sollen Bäume dienen. Die ersten fünf bis zehn werden noch im Herbst gepflanzt. Von Nicole Kampe

Es ist ruhiger geworden vor Petra Krügers Haustür, und auch Michael Strelow hat in den letzten Wochen nur noch selten Mails an die Beschwerdestelle der Deutschen Bahn geschrieben. Ob die Ruhe von Dauer ist, das wissen die Anwohner des Abstellbahnhofs in Wersten nicht, in jedem Fall aber genießen sie die Momente ohne aufgerüstete Züge, die manchmal über Tage vor ihren Fenstern standen, brummten, ratterten und schlechte Luft verursachten.

Eine weitere gute Nachricht hat jetzt der Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus (SPD) für die Anwohner: "An den Grundstücksgrenzen zu den direkten Anwohnern des Abstellbahnhofs in Wersten werden schon in diesem Herbst die ersten fünf bis zehn Bäume auf dem Gelände der DB gepflanzt", sagt Rimkus. Natürlichen Lärmschutz sollen die Bäume bringen, betriebsbedingte Lärmemissionen deutlich gemindert werden. Vor Jahren standen rund um den Bahnhof Bäume, viele davon mussten aber nach Orkan Ela gefällt werden, wie Rimkus berichtet. Bei einem Besuch im Abstellbahnhof verschaffte er sich einen Eindruck vom Werk, "die Betriebsleitung hatte als erste Maßnahme schon organisatorische Änderungen durchgeführt, die zur Beruhigung beigetragen haben", sagt der Bundestagsabgeordnete. Und damit nicht genug: Auch in Zukunft will sich Rimkus für die Anwohner einsetzen, die seit Jahren unter dem Lärm und den Abgasen leiden. Eine Umstellung von dieselelektrisch auf mit Brennstoff betriebene Fahrzeuge wäre in Rimkus' Augen eine Möglichkeit, Lärm zu minimieren. Außerdem würde der Abgeordnete gerne an einer Gesetzesänderung arbeiten, damit Lärmschutz auch an bereits bestehenden Gleisen errichtet werden muss.

Kontakt zu den Anwohnern hält auch die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel (CDU), die vor der Bundestagswahl bei einem Ortstermin versprochen hatte, mit der Bahn in Verbindung zu treten. "Ich habe sie angeschrieben", sagt Pantel, die ein Treffen am Bahnhof mit Bahn, Stadt und Betroffenen organisieren will. Zumal inzwischen auch Vorwürfe im Raum stehen, "dass die Bahn wegen eines Personalengpasses die Bahnen laufen lässt", sagt Pantel. Außerdem will sie prüfen, ob der Bahnhof nicht ganz aus dem Stadtteil ausgelagert werden kann.

Quelle: RP
 
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