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Eller
Skaterpark: Eröffnung für Herbst geplant

Eller. Die lang ersehnte Anlage soll Ende Oktober in Eller eröffnet werden. Der größte Skaterpark des Landes soll dann auch ein Anziehungspunkt für Fahrer aus ganz Nordrhein-Westfalen werden. Von Semiha Ünlü

Julius Schmidt ist zwölf Jahre alt, als er zum ersten Mal von der Idee hört, in Eller einen Skaterpark für Jugendliche zu bauen. Sofort ist der Skater begeistert, hatte er doch schon als Neunjähriger von Verwandten aus Kalifornien ein Skateboard geschenkt bekommen und war seitdem immer wieder auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um es auch fahren zu können. Inzwischen ist Schmidt volljährig, Zeit zum Skateboarden hat der Auszubildende nicht mehr ganz so oft. Dennoch freut er sich, dass vor einigen Wochen die Arbeiten für Deutschlands größte Skateranlage an der Heidelberger Straße begonnen haben: "Es gibt nicht nur bei uns im Stadtteil viele Kinder und Jugendliche und auch junge Erwachsene wie mich, die finden, dass so ein Skaterpark für eine Großstadt wie Düsseldorf längst überfällig ist. Die Skateranlange im Freizeitpark Ulenberg ist längst zu klein und überlaufen."

Gut neun Jahre lang geisterte die Idee von einer Skateranlage im Stadtteil herum: Geld wurde bereitgestellt, verschiedene Ideen und Pläne vorgestellt, Spatenstiche angekündigt. Doch vor Ort passierte lange Zeit nichts. Im Januar 2015 versprach Jugendamtsleiter Johannes Horn, dass die Arbeiten noch im laufenden Jahr aufgenommen werden würden. Städtische Gelder und Sponsoren sollten den Bau finanzieren, sagte er damals dem Jugendrat. Sogar von einem Großsponsor, mit dessen Hilfe das Projekt "Größter Skaterpark des Landes" umgesetzt werden sollte, war die Rede. Doch dann gab es Probleme, unter anderem wegen des Lärmschutzes: Denn die Anlage kann nur mit Nutzungseinschränkungen betrieben werden, muss abends zum Beispiel geschlossen bleiben.

Als "Planungschaos" bezeichnete die CDU im Stadtbezirk 8, zu dem neben Eller auch Lierenfeld, Vennhausen und Unterbach gehören, die scheinbar unendliche Geschichte um die Skateranlage. Auch die SPD vor Ort kritisierte die stockenden Pläne und das ständige Vertrösten der Jugendlichen. "Man hat den Eindruck, dass die Anlage nicht wichtig genug ist", sagte SPD-Politikerin Petra Reidt-Schmidt.

Im vergangenen Oktober meldete sich dann aber überraschend Oberbürgermeister Thomas Geisel in der Sache zu Wort: "Was lange währt, wird endlich gut. Jetzt gibt es kein Zurück mehr", sagte er. Und dass in dem Projekt "die Jugend- und die Sportförderung in idealer Weise miteinander" verbunden werde. Und tatsächlich haben inzwischen die Arbeiten für die Anlage in Eller begonnen.

Die 3800 Quadratmeter große Anlage soll in mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen unterteilt werden: So soll es einen Kids-Bereich (500 Quadratmeter), eine 800 Quadratmeter große Flow-Area (Tiefe: 1,2 Meter) und eine Bowl-Area (600) mit einer Tiefe von 2,8 Meter geben.

"Meine Freunde und ich werden auf jeden Fall bei der Eröffnung dabei sein", sagt Julius Schmidt. Und er hofft, dass es keine weiteren Verzögerungen an der Heidelberger Straße geben wird.

Quelle: RP
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