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Eller
Warum ein Weg in Eller nicht umbenannt werden darf

Eller. Die Stadtteilaktivisten in Eller sind sauer auf die Verwaltung. Deshalb haben sie nun einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Geisel geschrieben. "Wir sind sauer, dass das Parkhotel, die Arena, das Dreischeibenhaus und Co sich ihre Straßennamen selber aussuchen und bestellen können, wir aber schon im Vorfeld abgekanzelt werden", sagt der Historiker und Stadtteilaktivist Ulrich Brzosa.

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Schulgebäudes an der Bernburger Straße hatten die Stadtteilaktivisten 2015 angeregt, den Verbindungsweg von der Gumbertstraße zur Vohwinkelallee dem Eller Lehrer Georg Ollig (1802-1856) zu widmen. Mit der Benennung sollten dessen Verdienste gewürdigt und die Erinnerung an ihn und die Geschichte des ersten Eller Schulhauses wach gehalten werden. Entstanden war der Fußweg nach dem Abriss des alten, von Georg Ollig errichteten Schulgebäudes.

Allerdings muss der Stadtrat die Umbenennung genehmigen, doch das Verkehrsdezernat stellt sich quer. "Nach den Regelungen des Rates dürfen Straßenumbenennungen nur erfolgen, wenn dies aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist. Dieses Kriterium wird nicht erfüllt", hieß es hier nur knapp. Dabei gibt es genug Beispiele, die auf eine Ausnahmeregelung hinweisen, sagt Brzosa und erinnert an die Umbenennung eines Teils des Corneliusplatzes in Königsallee. Die Stadt war damit einem Vorschlag des Industrieclubs gefolgt.

(tt)
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