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Flingern
Allwetterbad: Nach dem Abbruch kommt der Aufbau

Flingern: Allwetterbad: Nach dem Abbruch kommt der Aufbau
Die Baustelle des Allwetterbades am Flinger Broich aus der Luft gesehen: Inzwischen ist abgerissen, was abgerissen werden soll, und die Bäderbetriebe warten auf die Baugenehmigung. FOTO: Frank Tusch
Flingern. Die Arbeiten am Flinger Broich sind im Plan. Bis zum 7. November soll der Rückbau des alten Bades abgeschlossen sein. Demnächst rückt der Kampfmittelräumdienst an. Von Torsten Thissen

Es sind die letzten Tage, an denen eine gewisse Sehnsucht aufkommt, wenn man am ehemaligen Allwetterbad in Flingern vorbeifährt. Hier, am Flinger Broich, waren die Sommer schließlich länger als anderswo, hier gab es noch das Gefühl Freibad, wenn woanders bereits am Weihnachtsgefühl gearbeitet wurde. Dass dies nun vorbei ist, ist allerdings spätestens jetzt offensichtlich. Der Rückbau des Allwetterbades ist so gut wie abgeschlossen. Säuberlich sortiert warten die verbliebenen Altstoffe in Säcken auf ihre Abholung. Lediglich kleinere Arbeiten sind noch zu erledigen, dann wird wieder aufgebaut.

Mitte August war der Bagger angerückt. Zunächst aber musste eine Menge Technik ausgebaut werden, um sie in anderen Düsseldorfer Bädern als Ersatzteile zu verwenden. Auch mussten Probebohrungen gemacht werden, um die Güte des Betons beurteilen zu können und eine eventuelle Belastung mit Schadstoffen auszuschließen. Die Probebohrungen hatten ergeben, dass der Beton der Becken noch in Ordnung ist. So kann das Springerbecken, inklusive des einzigen Zehn-Meter-Turms in Düsseldorf, beibehalten werden, ebenso Teile des 50-Meter-Beckens und der Aussichtsturm der Schwimmmeister. Stehenbleiben werden auch viele der einstigen Beton-Pylone, die das Dach des Allwetterbades trugen. Sie alle abzureißen, hätte den Kostenrahmen gesprengt. Abgebrochen ist der Eingangs- und Umkleidebereich sowie die Technikgebäude. Geplant ist, dass der Rückbau am 7. November abgeschlossen ist. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann das via Baustellen-Webcam unter www.baeder-duesseldorf.de/baeder-und-saunen/freibaeder/allwetterbad-flingern/webcam/.

Die nächsten zwei Gewerke sind bereits ausgeschrieben. Dazu gehört auch der Spezialtiefbau wie etwa die Pfahlgründung der Bauwerke. Dieses Verfahren ist am Flinger Broich nötig, um die Lasten des Bauwerks in tiefere Bodenschichten abzuleiten, da die oberste Schicht nicht tragfähig genug ist.

Auch die Erdarbeiten sind in der Ausschreibung, zudem wartet die Bädergesellschaft noch auf die Baugenehmigung, und es steht noch eine Prüfung des Geländes auf etwaige Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg an.

Insgesamt wird die Wasserfläche nach dem Neu- und Umbau rund 2800 Quadratmeter betragen. Davon 2100 im Freibad und 700 im neu zu bauenden Hallenbad. Der Schwerpunkt der Planung liegt in der barrierefreien Zugänglichkeit und inklusionsfähigen Schulversorgung für Düsseldorf-Mitte. So werden alle Bereiche des Bades mit Publikumsverkehr barrierefrei sein. Das Hallenbad bekommt eine Sprunganlage samt Teilhubboden, ein Nichtschwimmerbecken mit Hubboden, ein Kurs- und Therapiebecken mit Hubboden sowie eine Physiotherapie-Praxis im Obergeschoss. Zur Sommersaison 2020 soll das Freibad eröffnet werden.

Quelle: RP
 
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