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Flingern
Die Kiefernstraße soll saniert werden

Flingern. Moderne Bäder, Fernwärme, dichte Fenster: Auf der Straße in Flingern gibt es viel Handlungsbedarf. Von Torsten Thissen

Jürgen Heddergott ist Realist: "Es gibt in der Kiefernstraße noch einen großen Abstimmungsbedarf, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen werden nicht von heute auf morgen stattfinden", sagt der Chef der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD), aber immerhin ist er zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommen könnte und in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Dass die Häuser an der Kiefernstraße saniert werden müssen, darin besteht Einigkeit zwischen den Bewohnern und der SWD. Im vergangenen Jahr wurde auf der Seite mit den geraden Hausnummern (die weitgehend nicht bemalte Seite der Kiefernstraße) der Bestand aufgenommen. Dabei sei festgestellt worden, dass die meisten Wohnungen immer noch mit Braunkohle-Öfen geheizt werden, außerdem haben viele der Mieter keine Bäder oder Räume, die "die Badezimmer nicht wirklich verdienen", wie Heddergott sagt. Nach und nach sollen die Häuser nun saniert, etwa an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Dies soll über mehrere Jahre geschehen. Heddergott würde sich wünschen, dass man ebenso auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern verfahren könnte, doch der "Abstimmungsbedarf" sei in den ehemals besetzten Häusern deutlich größer als gegenüber. So geht es vor allem um die Kosten für die Sanierung, die von den Mietern getragen werden muss.

Die Miete würde sich danach deutlich erhöhen. So zahlen die Mieter auf der unbemalten Seite noch etwa drei Euro pro Quadratmeter. Auf der bemalten Seite liegen die Mieten sogar noch deutlich darunter. Nach der Sanierung müssten die Mieter auf beiden Seiten mit einer Miete von etwa sieben Euro pro Quadratmeter rechnen. "Wir würden gerne in diesem Jahr mit allen Mietern eine Einigung finden."

Stadtteilpolitiker Harald Schwenk, der selbst auf der Kiefernstraße wohnt, sieht im Gegensatz zu früheren Jahren, wo die Sanierung immer mal wieder Thema gewesen sei, diesmal "gute Chancen" für eine Einigung. Eine schnelle Lösung, bei der die Häuser entmietet werden, damit die Handwerker freie Bahn haben, sieht er nicht.

Finanziert werden soll der Umbau mit Hilfe von Landesmitteln. Dies hätte zur Folge, dass nur Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein nach der Renovierung in den Wohnungen unterkommen können. Ob alle aktuellen Mieter der Kiefernstraßen-Häuser mit den ungeraden Hausnummern das Recht auf einen solchen Schein haben, ist zumindest fraglich, und die Konsequenzen müssen noch in der Verhandlungsgruppe diskutiert werden.

Quelle: RP
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